Schaeffler Produktkatalog - medias
Ihre Eingaben des Auswahlassistenten werden im Hintergrund gespeichert, Sie können den Assistenten jederzeit wieder aufrufen.
(0)
Stützrollen, Kurvenrollen
 

Stütz- und Kurvenrollen:

 
 
  • sind montagefertige ein- oder zweireihige Nadel- oder Zylinderrollenlager ➤ Bild 2 bis ➤ Bild 14
  • werden auf Achsen montiert (Stützrollen) oder mit massivem Rollenzapfen mit Befestigungsgewinde und Montagehilfe geliefert (Kurvenrollen) ➤ Bild 1
  • haben besonders dickwandige Außenringe mit balliger Mantelfläche ➤ Abschnitt
  • nehmen hohe radiale Belastungen auf ➤ Abschnitt
  • tolerieren Axiallasten aus geringen Fluchtungsfehlern, Schräglauf oder kurzfristigen Anlaufstöße ➤ Abschnitt
  • gibt es ohne oder mit Innenring (Stützrollen)
  • werden ohne oder mit Axialführung des Außenrings gefertigt (Kurvenrollen sind immer mit Axialführung)
  • sind offen oder beidseitig abgedichtet ➤ Abschnitt
  • werden nicht in eine Gehäusebohrung montiert, sondern auf einer ebenen Laufbahn (Gegenlaufbahn) abgestützt ➤ Bild 1
  • sind in der Ausführung mit Exzenterring an die Gegenlaufbahn anstellbar; dies lässt beispielsweise größere Fertigungstoleranzen bei der Anschlusskonstruktion zu.
 
   

Bild 1
Zweireihige Kurvenrolle, auf einer ebenen Laufbahn abgestützt

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Gegenlaufbahn

 

imageref_23159036939_All.gif

 
 

Lagerausführung

 
 

Das Stützrollenprogramm umfasst Lager:

 
   
 

Kurvenrollen gibt es in den Ausführungen:

 
   
 

Stützrollen (allgemein)

Die Lager haben dickwandige Außenringe und werden auf Achsen montiert

 

Stützrollen sind ein- oder zweireihige Baueinheiten, die auf Achsen montiert werden ➤ Bild 2 bis ➤ Bild 7. Sie bestehen aus dickwandigen Außenringen mit profilierter Mantelfläche und Nadelkränzen oder vollrolligen beziehungsweise vollnadeligen Wälzkörpersätzen. Stützrollen nehmen hohe radiale Belastungen sowie Axiallasten aus geringen Fluchtungsfehlern und Schräglauf auf. Die Lager gibt es ohne oder mit Innenring, ohne oder mit Axialführung sowie offen oder abgedichtet.

 

Typische Anwendungen

 

Bewährte Einsatzbereiche für diese Produkte sind unter anderem Kurvengetriebe, Führungsbahnen, Förderanlagen und Linearführungssysteme.

 
 

Profil der Mantelfläche des Außenrings

Die Mantelfläche ist überwiegend ballig

 

In der Praxis werden überwiegend Lager mit balliger Mantelfläche eingesetzt, da meist Schiefstellungen gegenüber der Laufbahn auftreten und Kantenspannungen vermieden werden müssen.

 

Balligkeitsradius

 

Der Balligkeitsradius der Mantelfläche ist R = 500 mm. Bei der Baureihe NNTR..-2ZL ist der Radius in der Produkttabelle angegeben.

 
 

Stützrollen NATR..-PP, NATV..-PP, NUTR und PWTR..-2RS haben eine Mantelfläche mit dem optimierten INA-Profil ➤ Link . Bei Stützrollen mit diesem Balligkeitsprofil ist:

 
 
  • die Hertz’sche Pressung geringer ➤ Bild 15, ➤ Bild 16
  • die Kantenbelastung bei Verkippung
    Siehe Winkelfehler
    niedriger ➤ Bild 16
  • der Verschleiß
    Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
    der Gegenlaufbahn geringer ➤ Bild 18, ➤ Bild 19
  • die Gebrauchsdauer
    Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
    der Gegenlaufbahn länger ➤ Bild 17
  • die Steifigkeit
    Widerstand gegen Verlagerung oder Verschiebung unter Last im Bereich der elastischen Verformung, vom Lagerspiel und der Lagerbauart abhängig.
    im Außenringkontakt höher ➤ Bild 20.
 
 

X-life-Premiumqualität

imageref_19964530187_All.gif   Die Baureihe PWTR wird in X-life-Ausführung geliefert. Ein geänderter Werkstoff und die optimierte Laufbahngeometrie in den Außenringen steigern hier die nominelle Lebensdauer
Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
um bis zu 30%. Erhöht hat sich auch die statische und dynamische Tragfähigkeit. Zudem reduzieren das optimierte Mantelprofil und seine verbesserte Oberflächenqualität am Außenring die Beanspruchung
An einem Bauteil einzeln oder vereint auftretende mechanische, mechanisch-thermische, mechanisch-chemische sowie tribologische Anforderung.
der Gegenlaufbahn.
 

Niedrigere Betriebs­kosten, höhere Maschinenverfügbarkeit

 

In Summe verbessern diese Vorteile die Gesamtwirtschaftlichkeit der Lagerstelle deutlich und erhöhen damit die Effizienz der Maschine und Anlage nachhaltig.

 

Nachsetzzeichen XL

 

X-life-Stützrollen haben das Nachsetzzeichen XL im Kurzzeichen.

 
 

Stützrollen ohne Innenring, ohne Axialführung

Die Laufbahn muss als Wälzlagerlaufbahn ausgeführt sein

 

Stützrollen RSTO und RNA22..-2RSR haben keinen Innenring ➤ Bild 2. Bauformabhängig gibt es die Stützrollen auch abgedichtet ➤ Abschnitt . Sie sind radial besonders raumsparend, setzen jedoch voraus, dass die Laufbahn auf der Achse gehärtet und geschliffen ist. Die Baureihe RSTO ist nicht selbsthaltend; d.h., hier können Außenring und Nadelkranz getrennt voneinander montiert werden. Das vereinfacht den Einbau der Lager.

 
imageref_17757187211_All.gif   Die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
werden durch den Käfig
Teil eines Wälzlagers, der Wälzkörper voneinander trennt, hält und gegebenenfalls führt.
geführt. Diese Bauformen haben keine Axialführung des Außenrings. Die Axialführung von Außenring und Nadelkranz (nur bei RSTO) muss in der Anschlusskonstruktion vorgesehen werden.
 
   

Bild 2
Stützrollen ohne Innenring, ohne Axialführung, offen oder beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Offen (RSTO)
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Berührende Dichtungen
Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.

Siehe auch
Deckscheibe
Dichtscheibe
Gebrauchsdauer
Reibung
(RNA22..-2RSR)

 

imageref_23159041163_All.gif

 
 

Stützrollen mit Innenring, ohne Axialführung

 

Stützrollen STO und NA22..-2RSR haben einen Innenring ➤ Bild 3. Bauformabhängig gibt es die Stützrollen auch abgedichtet ➤ Abschnitt . Lager mit Innenring werden eingesetzt, wenn die Achse keine gehärtete und geschliffene Laufbahn hat. Die Reihe STO ist nicht selbsthaltend. Hier können Außenring, Innenring und Nadelkranz getrennt voneinander montiert werden. Das vereinfacht den Einbau der Lager.

 
imageref_17757187211_All.gif   Die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
werden durch den Käfig
Teil eines Wälzlagers, der Wälzkörper voneinander trennt, hält und gegebenenfalls führt.
geführt. Diese Bauformen haben keine Axialführung des Außenrings. Die Axialführung des Außenrings und des Nadelkranzes (nur bei STO) muss in der Anschlusskonstruktion vorgesehen werden.
 
   

Bild 3
Stützrollen mit Innenring, ohne Axialführung, offen oder beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Offen (STO)
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Berührende Dichtungen
Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.

Siehe auch
Deckscheibe
Dichtscheibe
Gebrauchsdauer
Reibung
(NA22..-2RSR)

 

imageref_23159043083_All.gif

 
 

Stützrollen mit Innenring, mit Axialführung

 

Stützrollen mit Innenring werden eingesetzt, wenn die Achse keine gehärtete und geschliffene Laufbahn hat.

 

Ausführungen

 

Die Baureihen NATR und NATR..-PP haben einen Käfig ➤ Bild 4. Die Reihen NATV und NATV..-PP sind vollnadelig, die Stützrollen NUTR vollrollig ➤ Bild 5 und ➤ Bild 6. Stützrollen PWTR..-2RS und NNTR..-2ZL sind vollrollig
Ausführung eines Wälzlagers mit einer größtmöglichen Anzahl von Wälzkörpern (Kugeln oder Rollen) durch Weglassen von Käfig oder Käfigelementen.

Siehe Wälzkörper
und haben einen Mittelbord ➤ Bild 7. Bauformabhängig gibt es die Stützrollen auch abgedichtet ➤ Abschnitt .

 
imageref_17757187211_All.gif   Lager ohne Käfig
Teil eines Wälzlagers, der Wälzkörper voneinander trennt, hält und gegebenenfalls führt.
haben die höchstmögliche Anzahl an Wälzkörpern und sind dadurch besonders tragfähig. Durch die kinematischen Verhältnisse liegen hier die erreichbaren Drehzahlen jedoch etwas niedriger als bei käfiggeführten Stützrollen.
 
 

Axiale Führung des Außenrings

Die Art der Führung hängt von der Baureihe ab

 

Bei NATR und NATV erfolgt die Axialführung direkt über Anlaufscheiben, bei NATR..-PP und NATV..-PP über Anlauf- und Kunststoff-Axialgleit­scheiben. Bei NUTR führen die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
den Außenring, bei PWTR..-2RS und NNTR..-2ZL sind es der Mittelbord und die Wälzkörper.

 
 

Rostschutz

Rostschutz durch Corrotect

 

Die Baureihe PWTR..-2RS-RR ist durch die Cr(VI)-freie Spezialbeschichtung Corrotect
Galvanische Dünnbeschichtung mit Zink-Legierungen (binäre, ternäre Systeme) auf gehärteten Wälzlagerlaufbahnen zum Schutz gegen Korrosion.
korrosionsgeschützt ➤ Link . Diese Lager haben das Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
RR.

 
   

Bild 4
Stützrollen mit Innenring, mit Käfig, mit Axialführung, offen oder beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Spaltdichtungen (NATR)
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Kunststoff-Axialgleitscheiben (NATR..-PP)

 

imageref_23072002187_All.gif

 
   

Bild 5
Stützrollen mit Innenring, vollnadelig, mit Axialführung, offen oder beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Spaltdichtungen (NATV)
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Kunststoff-Axialgleitscheiben (NATV..-PP)

 

imageref_23159047691_All.gif

 
   

Bild 6
Stützrolle mit Innenring, vollrollig, mit Axialführung, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Labyrinthdichtungen (NUTR)

 

imageref_23159049611_All.gif

 
   

Bild 7
Stützrollen mit Innenring, vollrollig, mit Mittelbord, mit Axialführung, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Geschützte Lippendichtungen (PWTR..-2RS)
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Anlaufscheiben mit Lamellenring (NNTR..-2ZL)

 

imageref_23159051531_All.gif

 
 

Kurvenrollen (allgemein)

Die Lager haben dickwandige Außenringe und einen massiven Rollenzapfen

 

Kurvenrollen gleichen in ihrem Aufbau den ein- und zweireihigen Stütz­rollen mit Axialführung, haben jedoch als Laufbahn einen massiven Rollenzapfen mit Befestigungsgewinde und bauartabhängiger Montagehilfe sowie eine bauartabhängige Nachschmiermöglichkeit. Durch den dickwandigen Außenring mit profilierter Mantelfläche und den Wälzkörpersatz nehmen sie hohe radiale Belastungen sowie axiale Lasten aus geringeren Fluchtungsfehlern und Schräglauf auf. Die Kurvenrollen gibt es ohne oder mit Exzenter ➤ Bild 8 bis ➤ Bild 14.

 

Typische Anwendungen

 

Bewährte Einsatzbereiche für diese Produkte sind unter anderem Kurvengetriebe, Führungsbahnen, Förderanlagen und Linearführungssysteme.

 
 

Profil der Mantelfläche des Außenrings

Die Mantelfläche ist ballig

 

Es werden vorwiegend Kurvenrollen mit balliger Mantelfläche eingesetzt, da meist Schiefstellungen gegenüber der Laufbahn auftreten und Kantenspannungen vermieden werden müssen.

 

Balligkeitsradius

 

Bei der Baureihe KR beträgt der Balligkeitsradius R = 500 mm. Die Baureihen KR..-PP, KRE..-PP, KRV..-PP, NUKR, NUKRE, PWKR..-2RS und PWKRE..-2RS haben eine Mantelfläche mit dem optimierten INA-Profil.

 
 

Bei Kurvenrollen mit dem optimierten INA-Profil ist:

 
 
  • die Hertz’sche Pressung geringer ➤ Bild 15, ➤ Bild 16
  • die Kantenbelastung bei Verkippung
    Siehe Winkelfehler
    niedriger ➤ Bild 16
  • der Verschleiß
    Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
    der Gegenlaufbahn geringer ➤ Bild 18, ➤ Bild 19
  • die Gebrauchsdauer
    Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
    der Gegenlaufbahn länger ➤ Bild 17
  • die Steifigkeit
    Widerstand gegen Verlagerung oder Verschiebung unter Last im Bereich der elastischen Verformung, vom Lagerspiel und der Lagerbauart abhängig.
    im Außenringkontakt höher ➤ Bild 20.
 
 

X-life-Premiumqualität

imageref_19964530187_All.gif   Kurvenrollen PWKR(E) werden in X-life-Ausführung geliefert. Ein geänderter Werkstoff und die optimierte Laufbahngeometrie in den Außenringen steigern hier die nominelle Lebensdauer
Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
um bis zu 30%. Erhöht hat sich auch die statische und dynamische Tragfähigkeit. Zudem reduzieren das optimierte Mantelprofil und seine verbesserte Oberflächenqualität am Außenring die Beanspruchung
An einem Bauteil einzeln oder vereint auftretende mechanische, mechanisch-thermische, mechanisch-chemische sowie tribologische Anforderung.
der Gegenlaufbahn.
 

Niedrigere Betriebs­kosten, höhere Maschinenverfügbarkeit

 

In Summe verbessern diese Vorteile die Gesamtwirtschaftlichkeit der Lagerstelle deutlich und erhöhen damit die Effizienz der Maschine und Anlage nachhaltig.

 

Nachsetzzeichen XL

 

X-life-Kurvenrollen haben das Nachsetzzeichen XL im Kurzzeichen.

 
 

Kurvenrollen ohne Exzenter

 

Kurvenrollen ohne Exzenter sind bei der Montage der Lager nicht definiert an die Laufbahn der Anschlusskonstruktion anstellbar.

 

Ausführungen

 

Die Reihen KR und KR..-PP haben einen Käfig, die Ausführung KRV..-PP ist vollnadelig. Die Baureihe NUKR ist vollrollig, die Reihe PWKR..-2RS vollrollig
Ausführung eines Wälzlagers mit einer größtmöglichen Anzahl von Wälzkörpern (Kugeln oder Rollen) durch Weglassen von Käfig oder Käfigelementen.

Siehe Wälzkörper
und mit Mittelbord ➤ Bild 8 bis ➤ Bild 11.

 
imageref_17757187211_All.gif   Lager ohne Käfig
Teil eines Wälzlagers, der Wälzkörper voneinander trennt, hält und gegebenenfalls führt.
haben die höchstmögliche Anzahl an Wälzkörpern und sind dadurch besonders tragfähig. Durch die kinematischen Verhältnisse liegen hier die erreichbaren Drehzahlen jedoch etwas niedriger als bei käfiggeführten Kurvenrollen.
 
 

Axiale Führung des Außenrings

Die Art der Führung hängt von der Baureihe ab

 

Bei KR erfolgt die Axialführung direkt über Anlaufbund und Anlaufscheibe, bei KR..-PP und KRV..-PP über Kunststoff-Axialgleitscheiben, Anlaufbund und Anlaufscheibe ➤ Bild 8 und ➤ Bild 9. Die Außenringe der Baureihen NUKR und PWKR..-2RS werden über die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
und Borde geführt ➤ Bild 10 und ➤ Bild 11.

 
 

Nachschmierbarkeit

imageref_17757187211_All.gif   Kurvenrollen KR16 und KR19 mit Innensechskant sind nicht nachschmierbar, Kurvenrollen KR16 und KR19 mit Montageschlitz sind nachschmierbar.  
 

Rostschutz

Rostschutz durch Corrotect

 

Die Baureihe PWKR(E)..-2RS-RR ist durch die Cr(VI)-freie Spezialbeschichtung Corrotect
Galvanische Dünnbeschichtung mit Zink-Legierungen (binäre, ternäre Systeme) auf gehärteten Wälzlagerlaufbahnen zum Schutz gegen Korrosion.
korrosionsgeschützt ➤ Link . Diese Lager haben das Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
RR.

 
   

Bild 8
Kurvenrolle ohne Exzenter, mit Käfig, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Kunststoff-Axialgleitscheiben (bei KR..-PP) oder Spaltdichtungen (bei KR)

 

imageref_23159056907_All.gif

 
   

Bild 9
Kurvenrolle ohne Exzenter, vollnadelig, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Kunststoff-Axialgleitscheiben (KRV..-PP)

 

imageref_23159058827_All.gif

 
   

Bild 10
Kurvenrolle ohne Exzenter, vollrollig, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Labyrinthdichtungen (NUKR)

 

imageref_23159063051_All.gif

 
   

Bild 11
Kurvenrolle ohne Exzenter, vollrollig, mit Mittelbord, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Geschützte Lippendichtungen (PWKR..-2RS)

 

imageref_23159064971_All.gif

 
 

Kurvenrollen mit Exzenter

Die Lager sind definiert an die Gegenlaufbahn anstellbar

 

Ausführungen mit Exzenter können über einen Innensechskant auf der Bund- oder Gewindeseite des Rollenzapfens nachgestellt werden. Die Außenring-Mantelfläche ist damit an die Laufbahn anstellbar. Dadurch sind gröbere Fertigungstoleranzen der Anschlusskonstruktion möglich. Außerdem ist die Lastverteilung beim Einsatz mehrerer Kurvenrollen besser und es lassen sich einfach vorgespannte Linearsysteme realisieren.

 

Höchste Stelle des Exzenters

 

Die höchste Stelle des Exzenterrings ist auf der Rollenzapfenseite gekennzeichnet, die Exzentrizität e in den Produkttabellen angegeben. An dieser Stelle sind auch die radialen Nachschmierbohrungen, die in der unbelasteten Zone des Wälzkontakts liegen sollen.

 

Ausführungen

 

Die Baureihe KRE..-PP hat einen Käfig, NUKRE und PWKRE..-2RS sind vollrollig ➤ Bild 12 bis ➤ Bild 14.

 
imageref_17757187211_All.gif   Vollrollige Lager haben die höchstmögliche Anzahl an Wälzkörpern und sind dadurch besonders tragfähig. Durch die kinematischen Verhältnisse liegen hier die erreichbaren Drehzahlen jedoch etwas niedriger als bei käfiggeführten Kurvenrollen.  
 

Axiale Führung des Außenrings

Die Art der Führung hängt von der Baureihe ab

 

Bei der Baureihe KRE..-PP erfolgt die Axialführung über Kunststoff-Axialgleitscheiben, Anlaufbund und Anlaufscheiben. Bei NUKRE führen die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
den Außenring axial, bei PWKRE erfolgt die Axialführung des Außenrings über Mittelbord und Wälzkörper.

 
   

Bild 12
Kurvenrolle mit Exzenter, mit Käfig, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Kunststoff-Axialgleitscheiben (KRE..-PP)

 

imageref_23159107595_All.gif

 
   

Bild 13
Kurvenrolle mit Exzenter, vollrollig, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Labyrinthdichtungen (NUKRE)

 

imageref_23159109515_All.gif

 
   

Bild 14
Kurvenrolle mit Exzenter, vollrollig, mit Mittelbord, beidseitig abgedichtet

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Geschützte Lippendichtungen (PWKRE..-2RS)

 

imageref_23159111435_All.gif

 
 

Optimiertes INA-Profil

 

Die Vorteile des optimierten INA-Profils sind:

 
 
  • eine geringere Hertz’sche Pressung bei Verkippung ➤ Bild 15 und ➤ Bild 16
  • eine höhere nominelle Lebensdauer
    Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
    des Außenrings und der Gegenlaufbahn ➤ Bild 17
  • ein geringerer Verschleiß
    Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
    zwischen der Außenring-Mantelfläche und der Gegenlaufbahn ➤ Bild 18 und ➤ Bild 19
  • eine höhere Steifigkeit
    Widerstand gegen Verlagerung oder Verschiebung unter Last im Bereich der elastischen Verformung, vom Lagerspiel und der Lagerbauart abhängig.
    im Außenringkontakt ➤ Bild 20.
 
 

Verlauf der Hertz’schen Pressung

Optimiertes INA-Profil, Profil R = 500, zylindrisches Profil

 

Der Verlauf der Hertz’schen Pressung ist bei Lagern mit optimiertem INA‑Profil günstiger als bei Lagern mit zylindrischem Profil oder einem Profil mit R = 500 mm (Belastung Cr w/Pr = 5) ➤ Bild 15.

 
   

Bild 15
Verlauf der Hertz’schen Pressung

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil R = 500
Symbole/00016412_mei_in_0k_0k.gif  Zylindrisches Profil
Symbole/00016413_mei_in_0k_0k.gif  Nicht verkippter Lauf, β = 0 mrad
Symbole/00016414_mei_in_0k_0k.gif  Verkippter Lauf, β = 3 mrad

 

imageref_22455726987_All.gif

 
 

Maximale Hertz’sche Pressung

Niedrigere Hertz’sche Pressung bei optimiertem INA-Profil

 

Die maxiamale Hertz’sche Pressung ist bei Lagern mit dem optimierten INA-Profil deutlich niedriger als bei Lagern mit zylindrischem Profil oder dem Profil R = 500 mm ➤ Bild 16.

 
   

Bild 16
Maximale Hertz’sche Pressung, Kurvenrolle NUKR80, Fr = 13 800 N (Cr w/Pr = 5)

pH =  Maximale Hertz’sche Pressung
β =  Verkippungswinkel
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil R = 500
Symbole/00016412_mei_in_0k_0k.gif  Zylindrisches Profil

 

imageref_22455729163_All.gif

 
 

Nominelle Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
der Gegenlaufbahn

Längere Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
der Gegenlaufbahn

 

Die Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
der Gegenlaufbahn ist bei Außenringen mit optimiertem INA-Profil deutlich länger als bei Lagern mit dem Profil R = 500 mm ➤ Bild 17. Als Vergleichslager dienten Stützrollen NUTR15 ➤ Bild 18.

 
   

Bild 17
Nominelle Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
der Gegenlaufbahn, Laufbahn aus 42CrMo4 V, Härte
Widerstand, den ein Körper dem Eindringen eines anderen entgegensetzt. Härte ist naturgegeben oder wird durch Wärmebehandlungsverfahren (Stahl) und/oder thermochemische Diffusion erzielt. In der Wälzlagertechnik wird Härte in Rockwell (HRC) oder Vickers (HV) ausgedrückt.
350 HV

L =  Nominelle Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
in Millionen Überrollungen
Fr =  Radiallast
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil R = 500

 

imageref_22455731339_All.gif

 
 

Verschleiß der Gegenlaufbahn

Geringerer Verschleiß
Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
der Gegenlaufbahn

 

Die Gegenlaufbahn verschleißt bei optimiertem INA-Profil weniger stark ➤ Bild 18: Gegenlaufbahn aus EN-GJS-500-7, Mittelwert aus mehreren Prüfläufen nach 360 000 Überrollungen.

 
   

Bild 18
Verschleiß der Gegenlaufbahn, Laufbahn aus EN-GJS-500-7

sw =  Verschleiß
Fr1 =  Niedrige Radiallast
Fr2 =  Hohe Radiallast
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil R = 500

 

imageref_22455733515_All.gif

 
 

Gegenlaufbahn aus 58CrV4, Mittelwert aus mehreren Prüfläufen nach 800 000 Überrollungen ➤ Bild 19.

 
   

Bild 19
Verschleiß der Gegenlaufbahn, Laufbahn aus 58CrV4

sw =  Verschleiß
Fr1 =  Niedrige Radiallast
Fr2 =  Hohe Radiallast
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil mit R = 500

 

imageref_22455737867_All.gif

 
 

Steifigkeit im Außenringkontakt

Radiale Einfederung

 

Die radiale Einfederung von Außenring und Wälzkörpersatz ist bei Lagern mit optimiertem INA-Profil kleiner als bei Lagern mit dem Profil R = 500 mm ➤ Bild 20. Beispiel, Stützrolle NUTR15.

 
   

Bild 20
Steifigkeit im Außenring-Kontakt

δr =  Radiale Einfederung
Fr =  Radiallast
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Optimiertes INA-Profil
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Profil R = 500

 

imageref_22455735691_All.gif

 
 

Rostschutz durch Corrotect

Eine Corrotect-Beschichtung ist häufig wirtschaftlicher als der Einsatz korrosions­beständiger Stähle

 

Laufrollen sind oft aggressiven Medien ausgesetzt. Rostschutz
Siehe Korrosionsschutz
ist bei diesen Anwendungen deshalb ein entscheidender Faktor für die lange Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
der Lager. Grundsätzlich können hier korrosionsbeständige Stähle verwendet werden. In vielen Anwendungen ist jedoch eine Spezialbeschichtung mittels verfügbarer Corrotect-Dünnschichttechnologien wirtschaftlicher und deshalb vorab zu hinterfragen. Die Baureihen PWTR..-2RS-RR und PWKR(E)..-2RS-RR sind deshalb Corrotect-beschichtet lieferbar. Diese Lager haben das Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
RR ➤ Abschnitt . Weitere Baureihen sind als Sonderausführung ebenfalls mit leistungs­fähigen Corrotect-Systemen – auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt – verfügbar.

 
imageref_17757187211_All.gif   Vor der Verwendung Corrotect-beschichteter Baueinheiten ist grundsätzlich die Verträglichkeit der Beschichtung mit den vorhandenen Medien zu prüfen.  
 

Corrotect-Systeme

Schichtdicken von Corrotect

 

Es stehen Corrotect-Verfahren zur Verfügung, welche als extrem dünne Beschichtung aufgebracht werden können und somit keine Berücksichtigung bei der Lagertoleranz fordern (0,5 μm bis 3 μm bzw. 2 μm bis 5 μm). Höhere Anforderungen an den Korrosionsschutz
Schichten und Überzüge auf metallischen Werkstoffen gegen Korrosionsschäden.
sind mit steigenden Schichtdicken oder gänzlich anderen Corrotect-Verfahren realisierbar. In vereinzelten Fällen sind die maßlichen Änderungen aufgrund der Beschichtung in einer Weiterverarbeitung zu berücksichtigen.

 

Cr(VI)-freie Beschichtungen

 

Die heutigen Corrotect-Systeme sind alle Cr(VI)-frei, schützen effektiv vor Korrosion
Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung.
und verlängern dadurch die Nutzungsdauer
Zeitraum bis zur Störung im Tribosystem.
der Schaeffler-Komponenten ➤ Bild 21.

 
imageref_17757210635_All.gif   Weitere Detailinformationen zum Beschichtungsbaukasten und den einzelnen Schichtsystemen enthält die Technische Produktinformation ➤ TPI 186 „Höheres Leistungsvermögen durch Beschichtungen“. Diese Publikation kann bei Schaeffler angefordert werden.  
 

Einbau Corrotect-beschichteter Lager

Größere Toleranzen
Siehe auch
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
berücksichtigen

 

Die Toleranzen
Siehe auch
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
sind um die Schichtdicke erhöht. Um die Einpresskräfte zu verringern, ist die Oberfläche der Teile beim Einbau leicht zu fetten.

 
   

Bild 21
Unbeschichtete und beschichtete Kurvenrolle im Salzsprühtest


 

imageref_22456456587_All.gif

 
 

Belastbarkeit

 

Für hohe radiale Belastungen geeignet

 

Die Lager nehmen hohe radiale Belastungen auf. Stütz- oder Kurvenrollen mit Axialführung tolerieren Axiallasten aus geringen Fluchtungsfehlern, Schräglauf oder kurzfristigen Anlaufstößen.

 
 

Einsatz als Stütz- oder Kurvenrolle

 

Werden die Stütz- und Kurvenrollen gegen eine ebene Laufbahn abgestützt, verformen sich die Außenringe elastisch. Gegenüber dem in einer Gehäusebohrung abgestützten Wälzlager
Einbau- oder anschlußfertiges, oft genormtes Maschinenelement zur Übertragung von Bewegungen, Kräften und Kippmomenten, bei sehr gutem Wirkungsgrad. Wälzlager bestehen aus Wälzkörpern, Käfigen, Laufbahnen auf Ringen, Schienen oder Wagen und Schmierstoff und gegebenenfalls Abdichtungen und Zubehör.
haben Stütz- und Kurvenrollen daher:

 
 
  • eine veränderte Lastverteilung im Lager. Diese ist berücksichtigt durch die für die Lebensdauerberechnung wirksamen maßgebenden Tragzahlen Cr w und C0r w
  • Biegebeanspruchungen und Biegewechselfestigkeiten im Außenring. Diese sind berücksichtigt durch die zulässigen wirksamen Radial­belastungen Fr per und F0r per. Die Biegebeanspruchungen und Biegewechselfestigkeiten dürfen die zulässigen Festigkeitswerte des Werkstoffs nicht überschreiten.
 
 

Zulässige Radiallast bei dynamischer Belastung

Gültig ist Cr w

 

Für dynamisch belastete, umlaufende Lager gilt die wirksame dynamische Tragzahl Cr w. Mit Cr w ist die nominelle Lebensdauer
Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
zu berechnen.

 
imageref_17757187211_All.gif   Die zulässige dynamische Radiallast Fr per darf nicht überschritten werden. Ist Fr per nicht angegeben, gilt ersatzweise die wirksame dynamische Tragzahl Cr w. Auch diese Tragzahl darf von der vorhandenen Radiallast nicht überschritten werden. Ist die statische Tragzahl C0r w niedriger als die dynamische Tragzahl Cr w, dann gilt C0r w.  
 

Zulässige Radiallast bei statischer Belastung

Gültig ist C0r w

 

Für statisch belastete Lager, bei Stillstand oder selten auftretender Drehbewegung, gilt die wirksame statische Tragzahl C0r w. Mit C0r w ist die statische Tragsicherheit S0 zu berechnen.

 
imageref_17757187211_All.gif   Die zulässige statische Radiallast F0r per darf nicht überschritten werden. Ist F0r per nicht angegeben, gilt ersatzweise die wirksame statische Tragzahl C0r w. Auch diese Tragzahl darf von der vorhandenen Radiallast nicht überschritten werden. Außer der zulässigen Radiallast des Lagers ist auch die zulässige Radiallast der Gegenlaufbahn zu beachten ➤ Link .  
 

Winkelfehler

 
 

Schräglauf

Zusätzliche axiale Belastung
Eine in Achsrichtung, also unter 90°, wirkende Kraft.
bei Schräglauf

 

Verschränkter Lauf führt zu zusätzlicher axialer Belastung
Last, die zum Beispiel von einer Reibstelle zu tragen ist. Auch Beanspruchung aus Druck und/oder Wärme.

Siehe Druckfläche
des Wälzlagers und zu Axialschlupf im Wälzkontakt zwischen Außenring und Gegenlaufbahn ➤ Bild 22. Abhängig vom Schräglaufwinkel α und der Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
kann so Verschleiß
Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
auftreten.

 
imageref_17757187211_All.gif   Mit dem völligen Verlust der Haftreibung
Siehe Ruhereibung
zwischen Außenring und Laufbahn und entsprechend starkem Verschleiß
Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
ist zu rechnen bei einem Schräglaufwinkel α ≧ 1,4 · 10–4 · pH (°) oder α ≧ 2,5 · 10–3 · pH (mrad).
 
   
   

Bild 22
Schräglauf

α =  Schräglaufwinkel

 

imageref_22456213643_All.gif

 
 

Verkippung

Zylindrischer Außenring

 

Bei verkipptem Lauf treten besonders bei Stütz- und Kurvenrollen mit zylindrischem Außenring hohe Kantenspannungen auf.

 

Balliger Außenring

 

Laufrollen mit balligem Außenring sind gegenüber Verkippung
Siehe Winkelfehler
weniger empfindlich und daher vorzuziehen.

 

Grenzen für die Verkippung

 

In der Praxis haben sich für Laufrollen mit zylindrischem Außenmantel Verkippungswinkel β > 0,1° (1,7 mrad) und für Stütz- und Kurvenrollen mit balligem Außenmantel Verkippungswinkel β > 0,25° (4,4 mrad) als schädlich erwiesen ➤ Bild 23.

 
 

   

Bild 23
Verkippung

β =  Verkippungswinkel

 

imageref_22456215563_All.gif

 
 

Schmierung

 
 

Zwei Kontaktzonen

 

Es müssen immer zwei Kontaktzonen geschmiert und getrennt betrachtet werden:

 
 
  • die Wälzkörper
    Siehe Rollkörper
    und die Wälzkörperlaufbahn
  • der Außenmantel der Laufrolle und die Gegenlaufbahn.
 
imageref_17757210635_All.gif   Das Kapitel Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
in den Technischen Grundlagen behandelt die Kontaktzone Wälzkörper
Siehe Rollkörper
und Wälzkörperlaufbahn.
 
 

Schmierung des Lagers

Befettet mit einem Schmierfett nach GA08

 

Für Stütz- und Kurvenrollen wird ein EP-additiviertes Lithium-Komplex­seifenfett auf Mineralölbasis nach GA08 eingesetzt. Stützrollen sind über den Innenring schmierbar, Kurvenrollen haben eine bauartabhängige Nachschmiermöglichkeit über den Rollenzapfen. Fette für die Erstbefettung sind im Kapitel Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
aufgeführt ➤ Tabelle . Zum Nachschmieren eignen sich die Fette nach ➤ Tabelle 1.

 
imageref_17757187211_All.gif   Bei Kurvenrollen mit Exzenter verdeckt der Exzenterring die radiale Schmierbohrung des Schafts. Deshalb muss über die Stirnseiten nachgeschmiert werden.  
   
Tabelle 1
Arcanol-Wälzlagerfette zum Nachschmieren
 

Arcanol-Fett
Bezeichnung nach DIN 51825
Art des Fettes
Laufrolle
LOAD150
KP2N–20
Lithiumseifenfett
auf Mineralölbasis
Stütz- und Kurvenrollen
LOAD220
KP2N–20
Lithium-Kalziumseifenfett auf Mineralölbasis
Stütz- und Kurvenrollen
MULTI3
KP3K–30
Lithiumseifenfett
auf Mineralölbasis
Kugelgelagerte Zapfenlaufrollen und Laufrollen

 
 

Schmierung der Gegenlaufbahn

Geeignete Schmierstoffe

 

Zur Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
der Gegenlaufbahn können alle für die Wälzlagerschmierung geeigneten Schmierstoffe eingesetzt werden.Es gibt jedoch auch Anwendungen, bei denen die Gegenlaufbahn ungeschmiert bleiben muss.

 
imageref_17757187211_All.gif   Ist die Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
der Kontaktstelle nicht möglich, muss, besonders bei hohen Belastungen und hohen Geschwindigkeiten, mit Verschleiß
Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
gerechnet werden.
 

Ölschmierung

 

Bei Ölschmierung werden Öle CLP nach DIN 51517 empfohlen.

 

Fettschmierung

 

Bei Fettschmierung sollten lithiumverseifte Schmierfette
Konsistenter Schmierstoff aus Mineralöl und/oder Syntheseöl mit Dickungsstoff sowie Wirkstoffen bzw. Additiven. Anforderungen für Schmierfette siehe DIN 51 825 T1, Schmierfette K, Gebrauchs-Temperaturbereich -20 bis 140°C oder DIN 51 825 Ts, Schmierfette KT.
nach DIN 51825 angewandt werden. Nachschmierintervalle können nur unter Betriebsbedingungen ermittelt werden. Es sollte spätestens dann nachgeschmiert werden, wenn Tribokorrosion
Siehe Passungsrost
auftritt; diese ist erkennbar an der rötlichen Verfärbung der Gegenlaufbahn oder des Außenrings.

 

Festschmierstoffe und Gleitlacke

 

Diese Stoffe sind ebenfalls zur Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
geeignet. Sie haben allerdings bei höheren Verfahrgeschwindigkeiten oder Drehzahlen eine wesentlich kürzere Standzeit als Öl- und Fettschmierung.

 
 

Zentralschmieranlage für Kurvenrollen

Anschlussadapter mit Blitzanschluss-Patrone

 

Ist der Anschluss an eine Zentralschmieranlage vorgesehen, kann für den Serienrollenzapfen der Kurvenrollen mit beidseitigem Innensechskant ein patentierter Zentralschmieradapter verwendet werden ➤ Bild 24. Dieser Anschluß besteht aus einem Anschlussadapter mit Sechskant und einer Blitzanschluss-Patrone.

 
 

Der Anschlussadapter wird an einer Seite der Kurvenrolle anstelle des Trichter-Schmiernippels durch den Passzylinder mit dem Rollenzapfen verbunden. Der Sechskant schützt den Adapter
An- oder aufgesetztes Zubehörteil, zum Beispiel ein Schmieradapter
vor dem Verdrehen. Die andere Seite der Kurvenrolle verschließt der beiliegende Trichter-Schmiernippel ➤ Bild 24.

 
   

Bild 24
Zentralschmieradapter und Trichter‑Schmiernippel

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Anschlussadapter mit M10× 1-Innengewinde
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Blitzanschluss-Patrone
Symbole/00016412_mei_in_0k_0k.gif  Passzylinder
Symbole/00016413_mei_in_0k_0k.gif  Trichter-Schmiernippel

 

imageref_22456217995_All.gif

 

Vorzugsweise Rohre aus PA hart nehmen

 

Der Anschlussadapter hat ein M10×1-Innengewinde. Dort ist die Blitz­anschluss-Patrone eingeschraubt und abgedichtet. Die Patrone hält die Kunststoff-Rohrleitung sicher fest und dichtet sie ab. Rohrleitung und Adapter
An- oder aufgesetztes Zubehörteil, zum Beispiel ein Schmieradapter
müssen nicht mehr miteinander verschraubt werden. Vorzugsweise sollten Rohre aus PA hart verwendet werden. Dabei sind die Anwendungsgrenzen nach DIN 73378 und die Herstellerangaben zu beachten. Der maximale Überdruck bei Rohren aus PA11 oder PA12 beträgt bei +23 °C: 31 bar bis 62 bar. Der maximale Überdruck unter Verwendung anderer Einschraubanschlüsse ist 80 bar.

 

Abmessungen

 

Zu den Abmessungen der Adapter
An- oder aufgesetztes Zubehörteil, zum Beispiel ein Schmieradapter
➤ Tabelle 2 und ➤ Bild 25.

 
   
Tabelle 2
Abmessungen der Adapter
 

Zentral­schmieradapter
Abmessung
W
L
l1
l2
l3
Für Polyamidrohr DIN 73378
Kurzzeichen
max.
ca.
d1×sNenn
AP8 8
27
16
22
4
4×0,75
AP10 10
27
15
22
5
4×0,75
AP14 14
25
8
20
6
4×0,75

 
   

Bild 25
Abmessungen für Zentralschmieradapter


 

imageref_22456220171_All.gif

 
 

Berechnung der Nachschmierintervalle

Vereinfachte Ermittlung der Schmierimpulse

 

Die Nachschmiermengen für Fließfett-Zentralschmierung und deren Umrechnung in die Anzahl der Nachschmierimpulse für handelsübliche Dosiernippelgrößen zeigt die Tabelle ➤ Tabelle 3. Die Angaben gelten für EP-additiviertes, lithiumverseiftes Fließfett
Weiche Fette mit mehr oder weniger fließender Struktur. Fließfette gehören den NLGI-Klassen nach DIN 51 818 von 0 bis 000 an. Anwendungsgebiete: Zentralschmieranlagen, geschlossene Getriebe.
auf Mineralölbasis ISO VG 100 bis ISO VG 220 oder NLGI 00 oder NLGI 000.

 
   
Tabelle 3
Nachschmiermengen für Kurvenrollen
 

Baureihe1)
Außen-­durchmesser
Zentral­schmier­adapter
Nach-schmier­-menge2)
Nachschmierimpulse für Dosiernippel
der Größe
D
Kurz­zeichen
30 mm3
50 mm3
mm
g
von
bis
NUKR, NUKRE
35
40
AP8
1,1
40
24
47
52
AP10
2,4
89
53
62
90
AP14
7,3
271
163
KR, KRE
35
40
AP8
1,2
44
27
47
52
AP10
1,6
60
36
62
90
AP14
6
222
133
KRV, KRVE
35
40
AP8
0,7
26
16
47
52
AP10
1
37
22
62
90
AP14
3,2
120
72

 
 
______
 1    Für Kurvenrollen mit beid­seitigem Innensechskant.
 
 
 2    Nachschmiermenge und Nachschmierintervalle für Fließfett-Zentralschmierung für den Großteil der Anwendungen. Füllmenge der Zuführleitung berücksichtigen.
 
 

Nachschmierzeiträume

Überschlägige Festlegung

 

Die überschlägige Festlegung der Nachschmierzeiträume für den Einschicht­betrieb und einen Großteil der Anwendungsfälle zeigt ➤ Tabelle 4 und ➤ Tabelle 5. Die Angaben gelten für den Einschichtbetrieb, Nachschmiermenge und Nachschmierintervalle für den Großteil der Anwendungsfälle. Sie beruhen auf der rechnerischen, näherungsweisen Bestimmung der Nachschmierfrist tfR. Festlegung der Nachschmierfrist
Siehe Schmierstoff-Wechselfrist
siehe Kapitel Schmierung    ➤ Abschnitt. Innerhalb dieser Zeiträume ist die ermittelte Anzahl der Nachschmierimpulse nach ➤ Tabelle 3 gleichmäßig aufzuteilen.

 
 

   
Tabelle 4
­Nachschmierzeitraum zur Berechnung der Nachschmierintervalle
 

Belastungs­verhältnis
C0r w/Pr
Maximale Betriebs­drehzahl
nmax in % von nD G
10
25
50
100
5 >C0r w/Pr ≧ 3
1/2-jährlich
- - -
10 >C0r w/Pr ≧ 5
jährlich
4 Monate
monatlich
-
C0r w/Pr ≧ 10
jährlich
8 Monate
2 Monate
14-tägig

 
   
Tabelle 5
Zeiträume im Einschichtbetrieb
 

Monate
Wochen
Arbeitstage
Arbeitsstunden
1/2
2
10
80
1
4
20
160
2
8
40
320
4
16
80
640
6
24
120
960
8
32
160
1 280
12
48
240
1 920

 
 

Einbau des Zentralschmieradapters

Kurvenrolle zuerst montieren

 

Vor dem Einbau des Adapters muss die Kurvenrolle montiert sein. Die nicht benötigte Schmierbohrung im Rollenzapfen ist mit dem bei­liegenden Trichter-Schmiernippel zu verschließen. Es sind nur im Lieferumfang enthaltene Schmiernippel zu verwenden.

 

Richtlinien für den Einbau des Adapters

 

Der Zentralschmieradapter ist vorzugsweise mit einer Handhebelpresse und geringem, gleichmäßigem Druck einzupressen oder mit einem Kunststoffhammer unter leichten Schlägen vorsichtig in die freie Innensechskantbohrung des Rollenzapfens zu treiben; dabei Einpresstiefe l3 und Stellung der Sechskante beachten ➤ Bild 25 und ➤ Tabelle .

 

Einbau des Polyamidrohrs

 

Das Kunststoffrohr ist gerade abzutrennen und bis zum Anschlag in die Patrone einzuführen. Nur Polyamidrohr nach DIN 73378 verwenden. Den Sitz des Rohres kontrollieren. Maximaldrücke, Maximaltemperaturen und Mindestbiegeradius beachten. Die Rohrlänge bis zum Verteiler beträgt maximal 1  m.

 
 

Abdichtung

 
 

Stützrollen

Offen oder abgedichtet liefebar

 

Stützrollen gibt es offen, mit berührungsfreien oder mit berührenden Dichtungen ➤ Tabelle 6.

 
   
Tabelle 6
Abdichtung bei Stützrollen
 

Stützrolle
Dichtung
STO
offen
RSTO
RNA22..-2RSR
beidseitig Lippendichtung
NA22..-2RSR
PWTR..-2RS
beidseitig geschützte Lippendichtung
Fortsetzung ▼

 
   
Tabelle 7
Abdichtung bei Stützrollen
 

Stützrolle
Dichtung
NATR..-PP
beidseitig dreistufige Abdichtung
durch Kunststoff-Axialgleitscheiben
NATV..-PP
NATR
beidseitig Spaltdichtung
NATV
NUTR
beidseitig Labyrinthdichtung
NNTR..-2ZL
beidseitig Anlaufscheibe mit Lamellenring
Fortsetzung ▲

 
 

Kurvenrollen

Beidseitig abgedichtet lieferbar

 

Kurvenrollen sind beidseitig abgedichtet. Je nach Baureihe werden berührende oder berührungsfreie Dichtungen
Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.

Siehe auch
Deckscheibe
Dichtscheibe
Gebrauchsdauer
Reibung
verwendet. Daneben kommt eine dreistufige Abdichtung, bestehend aus Kunststoff-Axialgleitscheiben mit angeformten Dichtlippen, auf beiden Seiten des Lagers zum Einsatz ➤ Tabelle 8.

 
   
Tabelle 8
Abdichtung bei Kurvenrollen
 

Kurvenrolle
Dichtung
KR
beidseitig Spaltdichtung
KR..-PP
beidseitig dreistufige Abdichtung
durch Kunststoff-Axialgleitscheiben
KRE..-PP
KRV..-PP
NUKR
beidseitig Labyrinthdichtung
NUKRE
PWKR..-2RS
beidseitig geschützte Lippendichtung
PWKRE..-2RS

 
 

Dreistufige Abdichtung

Aufbau der Dichtung

 

Bei dem dreistufigen Konzept befindet sich eine Spaltdichtung
Berührungs- und reibungslose Dichtung, zum Beispiel als Deckscheibe oder Frontdichtung einer Profilschienenführung.
zwischen Kunststoff-Axialgleitscheibe und Außenring sowie eine Labyrinthdichtung zwischen angeformter Dichtlippe und einem Einstich im Außenring. Die tellerfederartige Form der Axialgleitscheibe erzeugt als dritte Stufe zusätzlich eine vorgespannte, schleifende Abdichtung. Sie übernimmt außerdem den axialen Gleitkontakt zwischen Außenring und Anlauf­scheiben und verringert so die Reibung
Widerstand, wirkt einer Relativbewegung sich berührender Körper entgegen. Es wird in Reibungsbegriffe, Reibungsarten und Reibungszustände unterteilt.
und den Fettverbrauch.

 
 

Drehzahlen

 

Drehzahlen nD G

 

Die maximal mögliche Drehzahl wird im Wesentlichen bestimmt durch die zulässige Betriebstemperatur
Temperatur, die sich während des Betriebes an der Maschine der Reibstelle, z. B. Lagerstelle einstellt.
der Stütz- und Kurvenrollen. Damit hängt die Drehzahl ab von der Art des Lagers, der Belastung, den Schmierungsbedingungen und den Kühlverhältnissen.

 
 

Drehzahlen bei Lippendichtungen

imageref_17757187211_All.gif   Die Drehzahl der Laufrollen mit Lippendichtungen wird zusätzlich durch die zulässige Gleitgeschwindigkeit an der Dichtlippe begrenzt.  
 

Drehzahl im Dauerbetrieb
Betriebszeit-Richtwert zur Dimensionierung dynamisch beanspruchter Wälzlager.

 

Die Drehzahlen nD G in den Produkttabellen sind Richtwerte. Sie wurden ermittelt für:

 
 
  • Fettschmierung
  • Belastungen bei Dauerbetrieb
    Betriebszeit-Richtwert zur Dimensionierung dynamisch beanspruchter Wälzlager.
    < 0,05 · C0r w
  • Schräglaufwinkel α < 0,03° (< 0,5 mrad)
  • die Umgebungstemperatur
    Temperatur an der Reibstelle ohne Relativbewegung zwischen den Reibkörpern.
    von +20 °C
  • die Temperatur der Außenringe von +70 °C
  • geschmierte Gegenlaufbahnen
  • keine äußere Axialbelastung.
 
 

Die Drehzahlen müssen reduziert werden bei:

 
 
  • Belastungen > 0,05 · C0r w
  • zusätzlichen Axialkräften (Schräglauf)
  • unzureichender Wärmeabfuhr.
 

Höhere Drehzahlen

 

Höhere Drehzahlen können erreicht werden bei intermittierendem Betrieb und bei Öl-Impulsschmierung.

 
 

Geräusch

 
 

Schaeffler Geräuschindex

 

Der Schaeffler Geräuschindex (SGI) ist für diese Lagerart noch nicht verfügbar    ➤ Link. Die Einführung und Aktualisierung der Daten für diese Baureihen erfolgt sukzessiv.

 
 

Temperaturbereich

 
 

Die Betriebstemperatur
Temperatur, die sich während des Betriebes an der Maschine der Reibstelle, z. B. Lagerstelle einstellt.
der Stütz- und Kurvenrollen ist begrenzt durch:

 
 
  • die Maßstabilität der Lagerringe und Wälzkörper
  • den Käfig
  • den Schmierstoff
  • die Dichtungen.
 
 

   
Tabelle 9
Zulässige Temperaturbereiche
 

Betriebs­tempe­ratur
Stütz- und Kurvenrollen
offen oder mit Spalt- oder Laby­rinth­dichtung
mit Lippen­dichtungen
mit Kunststoff­käfigen
mit dreistufiger Abdichtung
2RS, 2RSR
TV
PP
von
bis
von
bis
von
bis
von
bis
°C
imageref_19988082955_All.gif
   
–30
+140
–30
+120
–30
+120
–30
+100

 
imageref_17757187211_All.gif   Die Angaben zum Gebrauchstemperaturbereich in den Technischen Grundlagen, Kapitel Schmierung, sind zu beachten.  
imageref_18348417035_All.gif   Sind Temperaturen zu erwarten, die außerhalb der angegebenen Werte liegen, bitte bei Schaeffler rückfragen.  
 

Käfige

 
 

Stützrollen

 

Stützrollen ohne Innenring

Mit Käfig

 

Stützrollen RSTO und RNA22..-2RSR haben standardmäßig einen Stahl­blechkäfig. Stützrollen RSTO bis D = 24 mm haben einen Kunststoffkäfig aus Polyamid PA66 (Nachsetzzeichen TV). Die Baureihe RSTO ist ohne Axialführung des Nadelkranzes und des Außenrings. Daher ist eine seit­liche Führung notwendig.

 
 

Stützrollen mit Innenring

Mit Käfig, vollnadelig oder vollrollig

 

Die Baureihen STO, NA22..-2RSR, NATR und NATR..-PP haben standard­mäßig einen Stahlblechkäfig. Stützrollen STO bis D = 24 mm haben einen Kunststoffkäfig aus Polyamid PA66 (Nachsetzzeichen TV). Die Baureihen NATV und NATV..-PP sind vollnadelig, Stützrollen NUTR, PWTR..-2RS und NNTR..-2ZL vollrollig. Die Baureihe STO ist ohne Axialführung des Nadelkranzes und des Außenrings. Daher ist eine seitliche Führung notwendig.

 
 

Kurvenrollen

 

Kurvenrollen ohne Exzenter

Mit Käfig, vollnadelig oder vollrollig

 

Kurvenrollen KR und KR..-PP haben einen Stahlblechkäfig, die Ausführung KRV..-PP ist vollnadelig. Die Baureihen NUKR und PWKR..-2RS sind vollrollig.

 

Axiale Führung des Außenrings

 

Bei KR erfolgt die Axialführung direkt über Anlaufbund und Anlaufscheibe, bei KR..-PP und KRV..-PP über Kunststoff-Axialgleitscheiben, Anlaufbund und Anlaufscheibe. Bei NUKR wird der Außenring über die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
axial geführt, bei PWKR erfolgt die Axialführung des Außenrings über Mittelbord und Wälzkörper.

 
 

Kurvenrollen mit Exzenter

Mit Käfig
Teil eines Wälzlagers, der Wälzkörper voneinander trennt, hält und gegebenenfalls führt.
oder vollrollig

 

Die Baureihe KRE..-PP hat einen Stahlblechkäfig, NUKRE und PWKRE..-2RS sind vollrollig.

 

Axiale Führung des Außenrings

 

Bei KRE..-PP erfolgt die Axialführung über Kunststoff-Axialgleitscheiben, Anlaufbund und Anlaufscheibe. Bei NUKRE wird der Außenring über die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
axial geführt, bei PWKRE erfolgt die Axialführung des Außenrings über Mittelbord und Wälzkörper.

 
 

Lagerluft

 
 

Radiale Lagerluft

Standard ist annähernd C2 beziehungsweise CN

 

Die radiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
der Stütz- und Kurvenrollen entspricht annähernd der Toleranzklasse C2 (Group 2), bei STO und NA22..-2RSR der Toleranzklasse CN (Group N). Werte ➤ Tabelle 10.

 
imageref_17757201419_All.gif   Die Werte der radialen Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
entsprechen DIN 620-4:2004 (ISO 5753-1:2009). Sie gelten für Lager im unbelasteten, messkraftfreien Zustand (ohne elastische Deformation).
 
   
Tabelle 10
Radiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
bei Stütz- und Kurvenrollen
 

Nenndurchmesser der Bohrung
Radiale Lagerluft
d
C2
(Group 2)
CN
(Group N)
C3
(Group 3)
C4
(Group 4)
mm
μm
μm
μm
μm
über
bis
min.
max.
min.
max.
min.
max.
min.
max.
- 24
0
25
20
45
35
60
50
75
24
30
0
25
20
45
35
60
50
75
30
40
5
30
25
50
45
70
60
85
40
50
5
35
30
60
50
80
70
100
50
65
10
40
40
70
60
90
80
110
65
80
10
45
40
75
65
100
90
125
80
100
15
50
50
85
75
110
105
140
100
120
15
55
50
90
85
125
125
165
120
140
15
60
60
105
100
145
145
190

 
 

Abmessungen, Toleranzen

 
 

Toleranzen

imageref_17757201419_All.gif   Die Maß- und Lauftoleranzen entsprechen der Toleranzklasse Normal nach ISO 492, bei KR, KRE und KRV nach ISO 7063.  
 

Abweichend von ISO 492 ist:

 
 
  • die Durchmesser-Abmaße des profilierten Mantels 0/–0,05  mm
  • bei NNTR die Durchmesser-Toleranzklasse h10
  • bei NATR, NATV, NUTR, PWTR..-2RS die Toleranzklasse h12 für die Breite B
  • bei NATR, NATV die Rundheit des Innenrings
  • bei Kurvenrollen die Toleranzklasse des Schaftdurchmessers h7 und des Exzenterdurchmessers h9.
 

Toleranzen bei Corrotect-beschichteten Lagern

 

Bei PWTR..-2RS-RR und PWKR..-2RS-RR erhöhen sich die Toleranzen
Siehe auch
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
um die Schichtdicke der Spezialbeschichtung Corrotect.

 
 

Hüllkreis

Stützrollen ohne Innenring

 

Bei Stützrollen ohne Innenring, RSTO und RNA22..-2RSR, liegt der Nadelhüllkreis Fw in der Toleranzklasse F6. Der Hüllkreis ist der innere Begrenzungskreis der Nadelrollen
Zylindrische Wälzkörper mit großem Längen-Durchmesser-Verhältnis (DIN 5402, Teil 3).
bei spielfreier Anlage an der Anschlusskonstruktion.

 
 

Nachsetzzeichen

 
 

Die Bedeutung der in diesem Kapitel verwendeten Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
zeigt ➤ Tabelle 11 sowie medias interchange http://www.schaeffler.de/std/1B69.

 
   
Tabelle 11
Nachsetzzeichen und ihre Bedeutung
 

Nachsetz­zeichen
Bedeutung der Nachsetzzeichen
PP
eine Kunststoff-Axialgleitscheibe mit
angeformter Dichtlippe
auf beiden Seiten des Lagers
bildet eine dreistufige Abdichtung
Standard
RR
rostgeschützt durch Spezialbeschichtung Corrotect bei PWTR..-2RS und PWKR(E)..-2RS
SK
Innensechskant nur auf der bundseitigen Stirnfläche, keine Nachschmiermöglichkeit
TV
Kunststoffkäfig
XL
X-life-Ausführung
2RS
geschützte Lippendichtung
auf beiden Seiten
2RSR
Lippendichtung,
radial berührend auf beiden Seiten
2ZL
Anlaufscheibe mit Lamellenringen
auf beiden Seiten

 
 

Aufbau der Lagerbezeichnung

 

Beispiele zur Bildung der Lagerbezeichnung

 

Die Bezeichnung der Lager folgt einem festgelegtem Schema. Beispiele ➤ Bild 26 bis ➤ Bild 29.

 
   

Bild 26
Stützrolle, einreihig, ohne Innenring, ohne Abdichtung, ohne Axialführung, offen, Kunststoffkäfig, R = 500: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_23118946571_de.gif

 
   

Bild 27
Stützrolle zweireihig, mit Innenring, abgedichtet, mit Axialführung, optimiertes INA-Profil: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_23118949131_de.gif

 
   

Bild 28
Nadel-Kurvenrolle, vollnadelig, mit Axialführung, dreistufige Abdichtung, optimiertes INA-Profil: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_23118964491_de.gif

 
   

Bild 29
Rollen-Kurvenrolle, vollrollig, mit Axialführung, X-life-Ausführung, optimiertes INA-Profil: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_23118967051_de.gif

 
 

Dimensionierung

 
 

Verfahren zur Berechnung der Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
sind:

 
 
  • die nominelle Lebensdauer
    Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
    nach DIN ISO 281
  • die modifizierte nominelle Lebensdauer
    Die nominelle Lebensdauer wird von 90 % einer genügend großen Menge gleicher Lager erreicht oder überschritten, bevor erste Anzeichen einer Werkstoffermüdung auftreten.
    nach DIN ISO 281
  • die erweiterte Berechnung der modifizierten Referenz-Lebensdauer nach DIN ISO 281-4.
 
 

Diese Verfahren sind im Kapitel Tragfähigkeit und Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
beschrieben. Für Stütz- und Kurvenrollen dabei folgende Werte einsetzen (Werte ➤ Maßtabelle):

 
 
  • für Cr die wirksame dynamische Tragzahl Cr w
  • für C0r die wirksame statische Tragzahl C0r w
  • für Cur die wirksame Ermüdungsgrenzbelastung Cur w.
 

Weitere Lebensdauergleichungen

 

Weitere Formeln zur Berechnung der Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
➤ Formel 1, ➤ Formel 2 und ➤ Formel 3.

 

Formel 1
Nominelle Lebendauer
 
imageref_13999520395_All.gif


Formel 2
Nominelle Siehe nominelle Lebensdauer bei oszillierendem Betrieb
 
imageref_13999522315_All.gif


Formel 3
Nominelle Lebensdauer
 
imageref_13999524235_All.gif

Legende

 
Ls
105 m
Nominelle Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
in 105 m
Lh
 h
Nominelle Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
in Betriebsstunden
Cr w
 N
Wirksame dynamische Tragzahl. Cr w ist die Belastung
Last, die zum Beispiel von einer Reibstelle zu tragen ist. Auch Beanspruchung aus Druck und/oder Wärme.

Siehe Druckfläche
unveränderlicher Größe und Richtung, bei der eine genügend große Menge gleicher Laufrollen eine nominelle ­Lebensdauer von einer Million Umdrehungen erreicht
Pr
 N
Dynamische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung (Radiallast)
p
Lebensdauerexponent: p = 3 für kugelgelagerte Lauf- oder Zapfenlaufrollen p = 10/3 für nadel- oder zylinderrollengelagerte Stütz- und Kurvenrollen
n
 min–1
Betriebsdrehzahl
D
 mm
Außendurchmesser der Laufrolle
H
 m
Einfache Hublänge der oszillierenden Bewegung
nosc
 min–1
Anzahl der Doppelhübe pro Minute
Medias/00015D3C_mei_in_0k_0k.gif
 m/min
Mittlere Verfahrgeschwindigkeit.
 
 

Gebrauchsdauer

Tatsächlich erreichte Lebensdauer

 

Die Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
ist die tatsächlich erreichte Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
einer Stütz-, Kurven- oder Laufrolle. Sie kann deutlich von der errechneten nominellen Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
abweichen.

 
 

Mögliche Ursachen für die Abweichung zwischen nomineller Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
und Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
sind Verschleiß
Ungewollte Änderung der Maße und/oder Oberflächen an Werkstoffen durch Reibungskräfte.
oder Ermüdung
Gefügeveränderung mit Abblätterung der Oberfläche als äußeres Merkmal, hervorgerufen durch eine große Anzahl von Überrollungen unter Belastung.
durch:

 
 
  • abweichende Betriebsdaten
  • Fluchtungsfehler zwischen Laufrolle und Gegenlaufbahn
  • zu geringes oder großes Betriebsspiel
  • Verschmutzung der Laufrolle
  • unzureichende Schmierung
  • zu hohe Betriebstemperatur
  • oszillierende Lagerbewegung mit sehr kleinen Schwenkwinkeln, die Riffelbildung erzeugen
  • Verschleiß zwischen der Außenring-Mantelfläche und der Gegenlaufbahn
  • Vibrationsbeanspruchung und Riffelbildung
  • Sehr hohe Stoßlasten, statische Überlastung
  • Vorschäden bei der Montage.
 
imageref_17757187211_All.gif   Durch die Vielfalt der Einbau- und Betriebsverhältnisse kann die Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
nicht exakt vorausberechnet werden. Sie lässt sich am sichersten durch den Vergleich mit ähnlichen Einbaufällen abschätzen.
 
 

Statische Tragsicherheit

S0 = C0r w/F0r

 

Neben der nominellen Lebensdauer L ist immer auch die statische Tragsicherheit S0 zu überprüfen ➤ Formel 4.

 

Formel 4
Statische Tragsicherheit
 
imageref_13999363979_All.gif

Legende

 
S0
Statische Tragsicherheit
C0r w
 N
Wirksame radiale statische Tragzahl nach Produkttabelle
F0r
 N
Maximale statische radiale Belastung
Eine unter dem Lastwinkel b = 0° angreifende Kraft.
der Laufrolle.
 
imageref_17757187211_All.gif   Laufrollen gelten bei einer statischen Tragsicherheit von S0 < 8 als hoch belastet. Statische Tragsicherheiten von S0 < 1 führen zu plastischen Verformungen an den Wälzkörpern und Laufbahnen, welche die Laufruhe beeinträchtigen können. Sie sind nur bei Lagern mit geringer Drehbewegung oder in untergeordneten Anwendungen zulässig.  
imageref_18348417035_All.gif   Ist in einer Anwendung die statische Tragsicherheit S0 < 2, bitte bei Schaeffler rückfragen.  
 

Reibmoment

Nur näherungsweise Berechnung möglich

 

Das Reibmoment MR einer Stütz-, Kurven- oder Laufrolle hängt von Einflussgrößen wie Belastung, Drehzahl und Bauart sowie vom Schmierungszustand
Klassifizierung der Trennung und/oder Berührung geschmierter Reibkörper.
und der Dichtungsreibung
Entsteht bei Berührung der Bauteile, ausgedrückt durch Reibungsbeiwert, Reibungsmoment oder Reibungsleistung.
ab. Wegen der Vielzahl dieser Einflussgrößen kann das Reibmoment nur näherungsweise berechnet werden.

 
  Für nicht mit berührenden Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.Siehe auchDeckscheibeDichtscheibeGebrauchsdauerReibung abgedichtete Ausführungen kann das Reibmoment bei normalen Betriebsbedingungen und mittlerem ­Drehzahlbereich ermittelt werden nach ➤ Formel.

Formel 5
Reibmoment
 
imageref_13999347595_All.gif

Legende

 
MR
 Nmm
Reibmoment der Laufrolle
f
Fr
 N
Radiale Belastung
dM
 mm
Mittlerer Lagerdurchmesser der Laufrolle (d + D)/2.
 
 

   
Tabelle 12
Reibbeiwert für Stütz- und Kurvenrollen
 

Bauart
Reibbeiwert
f
Zylinderrollenlager, vollrollig
0,002
bis 0,003
Nadellager, mit Käfig
0,003
bis 0,004
Nadellager, vollnadelig
0,005
bis 0,007

 
   
Tabelle 13
Reibbeiwert für Laufrollen
 

Bauart
Reibbeiwert
f
Kugellager, einreihig
0,0015
bis 0,002
Kugellager, zweireihig
0,002
bis 0,003

 

Gültigkeit der Reibbeiwerte

 

Die angegebenen Beiwerte f gelten für radial belastete Stütz-, Kurven und Laufrollen ohne Dichtung
Elemente, zum Beispiel Gleitringdichtung, Labyrinthdichtung, Radialdichtring oder Spaltdichtung; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.
oder mit nicht berührender Dichtung. Werden abgedichtete Ausführungen eingesetzt, muss mit höheren Reibbeiwerten gerechnet werden.

 

Einfluss zusätzlicher Axialkräfte

 

Zusätzliche Axialkräfte, beispielsweise bei großen Schräglaufwinkeln, können besonders bei nadelgelagerten Laufrollen zu einem erheblichen Anstieg der Werte führen. Kugelgelagerte Laufrollen nehmen Axialkräfte ohne nennenswerte Änderung der Reibung
Widerstand, wirkt einer Relativbewegung sich berührender Körper entgegen. Es wird in Reibungsbegriffe, Reibungsarten und Reibungszustände unterteilt.
auf.

 
 

Verschiebewiderstand

 

Beim Abrollen des Außenringes auf einer Laufbahn muss neben der Lagerreibung auch die Rollreibung
Idealisierte Bewegungsreibung zwischen sich punkt- oder linienförmig berührenden Körpern, deren Geschwindigkeiten im gemeinsamen Kontaktbereich nach Betrag und Richtung gleich sind und bei dem mindestens ein Körper eine Drehbewegung um eine momentane, im Kontaktbereich liegende Drehachse vollführt.
des Außenringes auf der Gegenlaufbahn überwunden werden. Der Verschiebewiderstand ergibt sich aus der Rollreibung
Idealisierte Bewegungsreibung zwischen sich punkt- oder linienförmig berührenden Körpern, deren Geschwindigkeiten im gemeinsamen Kontaktbereich nach Betrag und Richtung gleich sind und bei dem mindestens ein Körper eine Drehbewegung um eine momentane, im Kontaktbereich liegende Drehachse vollführt.
und dem Reibmoment MR nach ➤ Formel 6.

 

Formel 6
Verschiebewiderstand
 
imageref_13999257867_All.gif

Legende

 
Fv
 N
Verschiebewiderstand
fR
 mm
Rollenreibbeiwert für Laufbahnen aus gehärtetem Stahl: fR = 0,05 mm
Fr
 N
Radiallast
MR
 Nmm
Reibmoment
D
 mm
Außendurchmesser der Laufrolle.
 
 

Mindestbelastung

 

Mindestbelastung C0r w/Fr < 60

 

Damit der Außenring angetrieben wird, kein Schlupf entsteht und die Laufrolle nicht von der Gegenlaufbahn abhebt, ist im dynamischen Betrieb der Laufrolle eine Mindestbelastung notwendig. In der Regel gilt für die Mindestbelastung das Verhältnis C0r w/Fr < 60.

 
 

Gestaltung der Lagerung

 
 

Anschlusskonstruktion für Stützrollen

Stützrollen ohne Innenring, Gestaltung der Laufbahn

 

Bei Stützrollen ohne Innenring muss die Wälzkörper-Laufbahn auf der Achse gehärtet und geschliffen sein ➤ Tabelle 14. Die Oberflächenhärte muss 670 HV bis 840 HV betragen, die Härtetiefen CHD oder SHD müssen ausreichend tief sein.

 
   
Tabelle 14
Toleranzen und Oberflächenausführung
 

Durchmessertoleranz der Achsen
Rauheit
Rundheits­toleranz
Parallelitäts­toleranz
ohne Innenring
mit Innenring
max.
max.
k5 Ⓔ
g6 Ⓔ
(bei Punktlast)
Ramax 0,4 (Rzmax 2)
25% der Durchmesser­toleranz
50% der Durchmesser­toleranz

 
 

Befestigung der Stützrollen ohne Axialführung

imageref_17757187211_All.gif   Bei Stützrollen ohne Axialführung müssen der Außenring und der Nadelkranz seitlich geführt werden ➤ Bild 30. Die Anlaufflächen für die Außenringe müssen feinbearbeitet und verschleißfest ausgeführt sein und geschmiert werden (Ramax 2 empfohlen).  

Lagerteile beim Einbau nicht mit Teilen anderer Lager vertauschen

 

Stützrollen ohne Axialführung sind nicht selbsthaltend. Außenring und Nadelkranz sind aufeinander abgestimmt und dürfen beim Einbau nicht mit Bauteilen gleich großer Lager vertauscht werden. Die Innenringe sind auf die Hüllkreistoleranzklasse F6 abgestimmt und können innerhalb ihrer Genauigkeitsklasse vertauscht (gemischt verwendet) werden.

 
   

Bild 30
Seitliche Führung von Außenring und Nadelkranz

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  RSTO

 

imageref_23159116811_All.gif

 
 

Befestigung der Stützrollen mit Axialführung

Maß d2 einhalten

 

Stützrollen mit Axialführung müssen axial fest verspannt werden. Bei Axialbelastung sind die Bordscheiben axial zu unterstützen. Dabei ist das Maß d2 in den Produkttabellen einzuhalten ➤ Bild 31.

 

Fixierung mittels Sprengring

 

Stützrollen NATR und NATV können mit handelsüblichen Befestigungselementen wie Sprengringe befestigt werden ➤ Bild 31.

 
   

Bild 31
Sicherung durch Sprengring

d2 = Abstützdurchmesser
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  NATR
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Sprengring

 

imageref_22471241739_All.gif

 

Innen- und Bordringe axial festsetzen

 

Bei Stützrollen NNTR..-2ZL, NUTR und PWTR..-2RS sind Innen- und Bordringe axial festzusetzen ➤ Bild 32.

 
   

Bild 32
Verspannen der Innen- und Bordringe

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  PWTR..-2RS

 

imageref_23159134987_All.gif

 
 

Anschlusskonstruktion für Kurvenrollen

Bohrungstoleranz H7

 

Die Bohrungstoleranz H7 ergibt eine Spielpassung, da die Toleranz des Schaftdurchmessers ohne Exzenter h7, mit Exzenter h9 ist.

 

Gestaltung der Anlageflächen

 

Die Anlageflächen für die Kurvenrollen müssen eben, rechtwinklig und ausreichenden hoch sein. Die Festigkeit der Mutter-Anlagefläche ist ausreichend hoch zu wählen. Das Maß d2 in den Produkttabellen darf nicht unterschritten werden.

 

Einführfase

 

Die Einführfase an der Aufnahmebohrung darf maximal 0,5×45° betragen.

 
 

Axiale Befestigung

Axiale Sicherung

 

Kurvenrollen müssen mit einer Sechskantmutter axial gesichert werden. Die Muttern, Festigkeitsklasse 8 nach ISO 4032 (M6, M8), ISO 8673, gehören nicht zum Lieferumfang und sind getrennt zu bestellen.

 
 

Bei starken Vibrationen können zur Befestigung der Kurvenrollen selbst­sichernde Muttern nach DIN 985 oder spezielle Sperrkant-Sicherungsscheiben verwendet werden.

 
imageref_17757187211_All.gif   Bei selbstsichernden Muttern ist ein erhöhtes Anziehdrehmoment
vorgeschriebenes Schrauben- oder Mutteranzugsmoment.
zu beachten; Hinweise des Mutterherstellers einhalten.
 
 

Lage der Schmierbohrung

Position der Schmier­bohrung beachten

 

Die Position der radialen Schmierbohrung ist auf der Bundseite des Rollenzapfens gekennzeichnet ➤ Bild 33. Sie darf nicht in der belasteten Zone liegen.

 
   

Bild 33
Lage der Schmierbohrung

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  NUKR
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Markierung (Position der radialen Schmierbohrung)

 

imageref_22456393099_All.gif

 
 

Gestaltung der Gegenlaufbahn

Hertz’sche Pressung berücksichtigen

 

Zur Gestaltung der Gegenlaufbahn (Werkstoff und Festigkeit, ­Wärmebehandlung, Oberfläche) muss die Hertz’sche Pressung pH berücksichtigt werden. Diese hängt ab von der Belastung, der Geometrie im Kontakt (Punktberührung oder Linienberührung) und den Elastizitätsmoduln der Werkstoffe.

 

Nomogramm zur Ermittlung der Hertz’schen Pressung

 

Die Hertz’sche Pressung kann mit Hilfe des Nomogramms abgelesen und berechnet werden ➤ Bild 35. Das Nomogramm gilt für Gegenlaufbahnen aus Stahl. Für andere Werkstoffe muss der Korrekturfaktor k berücksichtigt werden ➤ Tabelle 16.

 
 

Weitere Bedingungen sind:

 
 
  • Punktberührung
  • Balligkeitsradius R = 500. Für Radien R > 500 und das optimierte INA-Profil sind Korrekturwerte zu berechnen ➤ Formel 10
  • Gegenlaufbahn in Achsrichtung der Laufrolle gerade
  • Vorzeichen nach ➤ Bild 34.
 
   

Bild 34
Laufbahnradien und Vorzeichen

D =  Außendurchmesser der Laufrolle
rL =  Laufbahnradius

 

imageref_22456395275_All.gif

 
 

Beispiel

 
  • Kurvenrolle NUKR35 mit optimiertem INA-Profil
  • D = 35 mm
  • Außenringbreite C = 18 mm
  • Radiallast Fr = 2 500 N
  • Kurvenscheibe, Radius rL = 80 mm.
 
 

Ersatzkrümmung

Ermittlung der Ersatzkrümmung

 

Die Ersatzkrümmung errechnet sich aus dem Laufbahnradius rL und dem Durchmesser D der Laufrolle ➤ Formel 7.

 

Formel 7
Ersatzkrümmung
 
imageref_9007199332478347_All.gif

 
 

Ermittlung der Ersatzkrümmung

 

pH500
= 1 250 N/mm2

 

Formel 8
Hertz’sche Pressung
 
imageref_13998910731_de.gif

 
 

Ermittlung der Ersatzkrümmung

 

 
=
1 250 N/mm2 · 0,85
=
1 063 N/mm2 (1 025 N/mm2 aus Berechnungsprogramm
Siehe INA-EDV-Programm
BEARINX), kpH➤ Tabelle 15.

 

Bild 35
Nomogramm zur Ermittlung der Hertz’schen Pressung, Berechnungsbeispiel (violett)


 

imageref_22456397451_All.gif

 
  Für einen Außenring mit dem optimierte INA-Profil ergibt folgende Berechnung ausreichend genaue Werte➤ Formel und ➤ Tabelle

Formel 9
Optimiertes INA-Profil
 
imageref_9007199995416459_de.gif

   
Tabelle 15
Pressungsfaktor kpH
 

Breite des Außenrings
Pressungsfaktor
C
kpH
mm
10 ≦ C ≦ 15
1
15 < C ≦ 20
0,85
20 < C ≦ 30
0,83
30 < C ≦ 35
0,8

 
 

Balligkeitsradius R > 500 mm

  Hat der Außenring einen Balligkeitsradius von R > 500 mm, gilt ➤ Formel.

Formel 10
R > 500 mm
 
imageref_13997347595_All.gif

 

Werkstoffe für die Gegenlaufbahn

Hohe Belastung
Last, die zum Beispiel von einer Reibstelle zu tragen ist. Auch Beanspruchung aus Druck und/oder Wärme.

Siehe Druckfläche
der Gegenlaufbahn

 

Die Gegenlaufbahn wird beim Überrollen stark belastet. Dadurch entstehen hohe Hertz’sche Flächenpressungen. Festigkeit und Oberflächenhärte des Werkstoffes müssen auf diese Belastung
Last, die zum Beispiel von einer Reibstelle zu tragen ist. Auch Beanspruchung aus Druck und/oder Wärme.

Siehe Druckfläche
abgestimmt sein.

 

Korrekturfaktoren

 

Für hoch belastete Laufbahnen werden durchgehärtete Stähle, ­Einsatzstähle und Stähle für Flamm- oder Induktionshärtung ­empfohlen. Bei niedrig belasteten Laufbahnen können Baustähle und Stahlguss- oder Graugusswerkstoffe verwendet werden ➤ Formel 11 ➤ Tabelle 16.

 

Formel 11
Korrektur für Gegenlaufbahn-Werkstoff
 
imageref_9007199332491403_de.gif

   
Tabelle 16
Korrekturfaktor k
 

Werkstoff
Werkstoff-Nr.
Korrekturfaktor für die Gegenlaufbahn bei
k
bei Punktberührung
bei Linienberührung
EN-GJL-200
0.6020
0,74
0,8
EN-GJL-300
0.6030
0,81
0,85
GG-40
- 0,85
0,88
EN-GJS-400-15
0.7040
0,92
0,94
EN-GJS-600-3
0.7060
0,94
0,96
EN-GJS-800-2
0.7080
0,96
0,97

 
 

Anhaltswerte für die zulässige Hertz’sche Pressung

Auswahl von Werkstoffen

 

Die Tabelle ➤ Tabelle 17 listet eine Auswahl der Werkstoffe mit den zugehörigen Werten auf. Die Werte wurden an Probestählen ermittelt; hierbei wurden 10 7 Lastwechsel erreicht.

 
 

Analog zur Berechnung der Tragfähigkeit von Wälzlagern gilt:

 
 
  • pH stat bei überwiegend statischer Belastung
  • pH dyn bei überwiegend dynamischer Belastung.
 
   
Tabelle 17
Werkstoffe und Anhaltswerte für die zulässige Hertz’sche Pressung (Auswahl)
 

Werkstoff
Werkstoffbezeichnung
Werkstoff-Nr.
Hertz’sche Pressung
Streckgrenze des Werkstoffs
neu
alt
pH stat
pH dyn
Rp0,2
N/mm2
N/mm2
N/mm2
Grauguss
EN-GJL-150
GG-15
EN-JL1020
0.6015
850
340
120
EN-GJL-200
GG-20
EN-JL1030
0.6020
1 050
420
150
EN-GJL-250
GG-25
EN-JL1040
0.6025
1 200
480
190
EN-GJL-300
GG-30
EN-JL1050
0.6030
1 350
540
220
EN-GJL-350
GG-35
EN-JL1060
0.6035
1 450
580
250
GG-40
- 1 500
600
280
Sphäroguss
EN-GJS-400-15
GGG-40
EN-JS1030
0.7040
1 000
490
250
EN-GJS-500-7
GGG-50
EN-JS1050
0.7050
1 150
560
320
EN-GJS-600-3
GGG-60
EN-JS1060
0.7060
1 400
680
380
EN-GJS-700-2
GGG-70
EN-JS1070
0.7070
1 550
750
440
EN-GJS-800-2
GGG-80
EN-JS1080
0.7080
1 650
800
500
Stahlguss
GE200
GS-38
1.0420
780
380
200
GE240
GS-45
1.0446
920
450
230
GS-52
1.0552
1 050
510
260
GE300
GS-60
1.0558
1 250
600
300
GS-62
- 1 300
630
350
GS-70
- 1 450
700
420
Werkstoff
Werkstoffbezeichnung
Werkstoff-Nr.
Hertz’sche Pressung
Streckgrenze des Werkstoffs
neu
alt
pH stat
pH dyn
Rp0,2
N/mm2
N/mm2
N/mm2
Baustahl
S235JR
St 37-2
1.0037
690
340
235
S275JR
St 44-2
1.0044
860
420
275
S355J2G3+N
St 52-3
1.0570
980
480
355
Vergütungsstahl
C45 V
1.0503
1 400
670
500
Cf53 V
1.1213
1 450
710
520
Cf56 V
- 1 550
760
550
C60 V
1.0601
1 600
780
580
46Cr2 V
1.7006
1 750
850
650
42CrMo4 V
1.7225
2 000
980
900
50CrV4 V
1.8159
2 000
980
900
gehärteter und niedrig angelassener Stahl
100Cr6 H
1.3505
4 000
1 500
1 900
16MnCr51)
1.7131
4 000
1 500
7703)
Cf532)
1.1213
4 000
1 500
7303)
Cf562)
- 4 000
1 500
7603)

 
 
______
 1    Einsatzgehärtet.
 
 
 2    Induktive Randschichthärtung.
 
 
 3    Streckgrenze des Kerns.
 
 

Härtbare Werkstoffe

 

Es können folgende Werkstoffe mit Edelbaustählen entsprechendem Reinheitsgrad eingesetzt werden:

 
 
  • Durchhärtende Stähle nach ISO 683-17 wie 100Cr6. Hier ist im speziellen Fall auch eine Randschichthärtung möglich.
  • Einsatzstähle nach ISO 683-17 wie 17MnCr5 oder nach EN 10084 wie 16MnCr5. Hier muss neben der Härtbarkeit auch die Kernfestigkeit berücksichtigt werden. Bei Einsatzhärtung ist ein feinkörniges Härtungsgefüge und eine Einsatzhärtungs-Härtetiefe CHD nach ➤ Formel 12 erforderlich.
  • Stähle für Flamm- oder Induktionshärtung nach ISO 683-17 wie C56E2 oder nach DIN 17212 wie Cf53. Bei Flamm- und Induktionshärtung müssen nur die als Laufbahnen beanspruchten Stellen des Maschinenteils gehärtet werden. Der Werkstoff sollte zur Härtung schon vergütet sein. Die Einhärtungs-Härtetiefe SHD wird nach ➤ Formel 13 ermittelt.
 
 

Wärmebehandlung der Gegenlaufbahn

 

Für gehärtete Gegenlaufbahnen gilt:

 
 
  • eine Oberflächenhärte von 670 HV bis 840 HV
  • CHD und SHD nach ➤ Formel 12 und ➤ Formel 13 – nach DIN 50190 die Tiefe der gehärteten Randzone, in der noch eine Härte
    Widerstand, den ein Körper dem Eindringen eines anderen entgegensetzt. Härte ist naturgegeben oder wird durch Wärmebehandlungsverfahren (Stahl) und/oder thermochemische Diffusion erzielt. In der Wälzlagertechnik wird Härte in Rockwell (HRC) oder Vickers (HV) ausgedrückt.
    von 550 HV besteht
  • Härteverläufe nach ➤ Bild 36 und ➤ Bild 37
  • eine Härtetiefe ≧ 0,3 mm.
 
 

Die Gleichungen basieren auf Härteverläufen, die bei fachgemäßer Wärmebehandlung im Normalfall erreicht werden.

 
 

Einsatzhärtung


Formel 12
Einsatzhärtung-Härtetiefe
 
imageref_13997351435_All.gif

 

Flamm- und Induktionshärtung


Formel 13
Einhärtung-Härtetiefe
 
imageref_13997349515_All.gif

Legende

 
pH
N/mm2
Max. Hertz’sche Pressung
CHD
 mm
Einsatzhärtungs-Härtetiefe
SHD
 mm
Einhärtungs-Härtetiefe
D
 mm
Außendurchmesser der Laufrolle
Rp0,2
N/mm2
Streckgrenze des Werkstoffs der Gegenlaufbahn ➤ Tabelle 17
rL
 mm
Radius der Gegenlaufbahn – Laufbahn in Achsrichtung der Stützrolle gerade ➤ Bild 34.
 
   

Bild 36
Einsatzhärtungs-Härtetiefe CHD, Härteverlauf

CHD =  Einsatzhärtungs-Härtetiefe mit der Härte 550 HV
HV = Härte
z = Abstand von der Oberfläche
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Erforderliche Härte
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Einsatzhärtung

 

imageref_22456399627_All.gif

 
   

Bild 37
Einhärtungs-Härtetiefe SHD, Härteverlauf

SHD =  Einhärtungs-Härtetiefe
HV = Härte
z = Abstand von der Oberfläche
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Erforderliche Härte
Symbole/00016411_mei_in_0k_0k.gif  Flamm- oder Induktionshärtung

 

imageref_22456401547_All.gif

 
 

Schaeffler-Führungsschienen als Gegenlaufbahn

 

Die Schaeffler-Führungsschienen sind montagefertige Baueinheiten aus dem Schaeffler-Linearprogramm. Sie haben für Lauf-, Stütz- und Kurvenrollen die angepasste Qualität Q20 und entsprechen den Abmessungen der Normalprofile:

 
 
  • Parallelität 20 μm/m
  • Oberflächengüte Ramax 0,8
  • Härte 58 HRC bis 62 HRC
  • Winkelfehler zwischen den Laufbahnen max. 1 mrad (1 μm/mm)
  • Abmaße des Schienenquerschnitts +0,05/+0,015
  • Längentoleranz der Einzelschiene +1/0  mm/m.
 
 

Schutz der Gegenlaufbahn

imageref_17757187211_All.gif   Die Gegenlaufbahn ist vor Verschmutzung zu schützen. Wenn nötig, sind Abdeckungen und Abstreifer, beispielsweise aus Filz, vor der Laufrolle zu platzieren ➤ Bild 38.  
 

   

Bild 38
Schutz der Gegenlaufbahn vor Verschmutzung

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Abdeckungen

 

imageref_22456403979_All.gif

 
 

Ein- und Ausbau

 

Einbau

 

Laufrollen müssen vor und während der Montage sorgfältig behandelt werden. Ihr störungsfreier Lauf hängt auch von der Sorgfalt beim Einbau ab.

 

Richtlinien für den Einbau

 

Die Produkte sind vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Verunreinigungen beeinflussen den Lauf und die Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
der Wälzlager
Einbau- oder anschlußfertiges, oft genormtes Maschinenelement zur Übertragung von Bewegungen, Kräften und Kippmomenten, bei sehr gutem Wirkungsgrad. Wälzlager bestehen aus Wälzkörpern, Käfigen, Laufbahnen auf Ringen, Schienen oder Wagen und Schmierstoff und gegebenenfalls Abdichtungen und Zubehör.
nachteilig.

 
 

Lager nicht unterkühlen. Schwitzwasserbildung kann zu Korrosion
Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung.
in den Lagern und Lagersitzen führen.

 
 

Stützrollen RSTO und STO sind nicht selbsthaltend. Außenring und Nadelkranz sind aufeinander abgestimmt und dürfen beim Einbau nicht mit Bauteilen gleich großer Lager vertauscht werden.

 
 

Der Montageplatz ist weitgehend staubfrei und sauber zu halten.

 
 

Der Achssitz ist auf Maß-, Form-, Lagegenauigkeit und Sauberkeit zu prüfen.

 
 

Die Sitzflächen der Lagerringe sind leicht zu ölen oder mit Festschmierstoff
Feste Stoffe, die Reibung und Verschleiß zwischen Reibkörpern mindern. Häufig angewandte Festschmierstoffe sind Grafit und Molybdändisulfid. Zu den Festschmierstoffen zählen weiter Reaktionsschichten, Metallfilme und Thermoplaste, wie Polytetrafluoräthylen.
einzureiben.

 
 

Nach dem Einbau sind die Lager mit Schmierstoff
Gasförmiger, flüssiger, konsistenter, plastischer oder fester Stoff, der Reibung und Verschleiß zwischen zwei Reibkörpern mindert.
zu versorgen. Abschließend ist eine Funktionsprüfung der Lagerung durchzuführen.

 
 

Abhängig von der Anwendung eignen sich:

 
 
  • Induktions-Erwärmungsgeräte; Herstellerangaben bezüglich Fett
    Siehe
    Schmierstoff
    Fettöle
    Fettpatrone
    Schmierfrist
    Fettsäure
    und Dichtung
    Elemente, zum Beispiel Gleitringdichtung, Labyrinthdichtung, Radialdichtring oder Spaltdichtung; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.
    beachten
  • Wärmeschränke; Erwärmung bis +80 °C
  • mechanische oder hydraulische Pressen; Montagehülsen einsetzen, die über den ganzen Umfang der Lagerring-Stirnflächen anliegen
  • Hämmer und Montagehülsen; Schläge nur zentrisch auf die Hülse ausführen.
 
imageref_17757187211_All.gif   Einbaukräfte niemals über die Wälzkörper
Siehe Rollkörper
leiten. Direkte Schläge auf die Lagerringe unbedingt vermeiden. Dichtungen
Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.

Siehe auch
Deckscheibe
Dichtscheibe
Gebrauchsdauer
Reibung
nicht beschädigen.
 
 

Ausbau-Möglichkeit schon bei der Gestaltung der Lagerstelle berücksichtigen. Wenn das Lager wieder verwendet werden soll:

 
 
  • direkte Schläge auf die Lagerringe vermeiden
  • Ausbaukräfte über die Wälzkörper
    Siehe Rollkörper
    vermeiden
  • Lager im ausgebauten Zustand reinigen
  • keine „harte“ Flamme verwenden.
 
 

Stützrollen ein- und ausbauen

Montagepresse einsetzen

 

Bei ungünstiger Toleranzlage ist die Stützrolle mit einer Montagepresse auf die Achse zu pressen ➤ Bild 39. Dabei ist der Innenring so zu montieren, dass sich die Einpresskraft gleichmäßig auf die Stirnseite des Innenringes verteilt.

 

Schmierbohrung

 

Die Lager sind so einzubauen, dass die Schmierbohrung in der entlasteten Zone liegt. Für Stützrollen PWTR und NNTR ist keine definierte Lage der Schmierbohrung erforderlich.

 
   

Bild 39
Stützrolle mit Montagepresse einbauen

NUTR
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Montagepresse

 

imageref_22456431755_All.gif

 

Axiale Fixierung

 

Stützrollen NUTR, PWTR und NNTR sind axial zu verspannen ➤ Bild 40.

 
   

Bild 40
Axiale Sicherung

PWTR..-2RS
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Sechskantmutter

 

imageref_22456433675_All.gif

 
 

Kurvenrollen ein- und ausbauen

Montagepresse einsetzen

 

Die Kurvenrollen sind möglichst mit einer Montagepresse zu montieren ➤ Bild 39.

 
imageref_17757187211_All.gif   Schläge auf den Anlaufbund des Rollenzapfens unbedingt vermeiden. Die Lage der Schmierbohrung ist auf der Bundseite des Rollenzapfens gekennzeichnet. Sie darf nicht in der belasteten Zone liegen ➤ Bild 33.  
 

Einschlag-Schmiernippel für Kurvenrollen

Schmiernippel vor dem Einbau der Lager montieren

 

Den Kurvenrollen liegen Einschlag-Schmiernippel lose bei, die vor dem Einbau der Lager fachgerecht eingepresst werden müssen ➤ Bild 41. Zur Schmierung
Verminderung von Reibung und Verschleiß durch Schmierstoff.

Siehe auch
Schmierverfahren
Schmierungszustand
Umlaufschmierung
Schmierungstechnik
Dauerschmierung
hydrodynamische Schmierung
Schmierstoff-Wechselfrist
Schmierstoffwechsel
Schmierstoff
Schmierpaste
Schmieröl
Schmiermittel
Schmierfette
Schmieren
Schmierfilm
Schmieranlage
der Kurvenrollen mit dem Zentralschmieradapter ➤ Bild 24.

 
imageref_17757187211_All.gif   Es dürfen nur die beiliegenden Schmiernippel verwendet werden ➤ Tabelle 18. Wird über die Aufnahmebohrung geschmiert, müssen die axialen Schmierbohrungen in der Kurvenrolle vor dem Einbau mit den Schmiernippeln verschlossen werden ➤ Bild 41.  
   

Bild 41
Kurvenrolle mit Einschlag-Schmiernippel und Maße für Einpressdorn

KR..-PP

 

imageref_22456436107_All.gif

 
   
Tabelle 18
Einschlag-Schmiernippel
 

Schmiernippel
Abmessungen
Verwendbar für Außendurchmesser
D
D
d
L
h
dS
LS
±0,1
mm
mm
mm
mm
mm
mm
NIPA1
6
4
6
1,51)
- - 16 und
19
NIPA1×4,5
4,7
4
4,5
1
4,5
5
22 bis
32
NIPA2×7,5
7,5
6
7,5
2
7,5
6
35 bis
52
NIPA3×9,5
9,5
8
9,5
3
10
9
62 bis
90

 
 
______
 1    Überstand des Schmiernippels siehe Produkttabellen
 
 

Axiale Befestigung der Kurvenrollen

Lager axial sichern

 

Kurvenrollen müssen mit einer Sechskantmutter axial gesichert werden. Durch den Schlitz oder Sechskant am Ende des Rollenzapfens kann das Lager mit einem Schlüssel beim Festziehen der Befestigungsmutter fixiert und der Exzenter eingestellt werden ➤ Bild 42. Bei starken Vibrationen können auch selbstsichernde Muttern nach DIN 985 oder spezielle Sperrkant-Sicherungsscheiben verwendet werden.

 
imageref_17757187211_All.gif   Das Anziehdrehmoment
vorgeschriebenes Schrauben- oder Mutteranzugsmoment.
der Befestigungsmuttern in den Produkttabellen ist unbedingt einzuhalten. Nur dann ist die zulässige Radialbelastung gewährleistet. Kann es nicht eingehalten werden, ist eine Presspassung notwendig. Bei selbstsichernden Muttern ist ein erhöhtes Anziehdreh­moment zu beachten; Hinweise des Mutterherstellers dazu einhalten.
 
   

Bild 42
Fixierung des Lagers mit Schlüssel

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Innensechskant-Schlüssel

 

imageref_22456438283_All.gif

 
 

Kurvenrollen mit Exzenter

Höchste Stelle des Exzenters

 

Die höchste Stelle des Exzenters ist auf der Rollenzapfenseite gekennzeichnet, hier befindet sich auch die Position der radialen Schmier­bohrung.

 
 

Inbetriebnahme und Nachschmierung

 

Zum Nachschmieren haben Kurvenrollen je eine Schmierbohrung:

 
 
  • auf der Bundseite des Rollenzapfens
  • auf der gewindeseitigen Stirnfläche, ab Außendurchmesser 22 mm
  • am Schaft des Rollenzapfens, ab Außendurchmesser 30 mm mit zusätzlicher Schmierrille.
 
imageref_17757187211_All.gif   Kurvenrollen mit Exzenter können nicht über den Schaft nachgeschmiert werden. Der Exzenterring verdeckt die Schmierbohrung.  
  Zum Schmieren
Zuführen von Frischschmierstoff zur Reibstelle. Frischschmierstoff vermischt sich in der Reibstelle mit Gebraucht-Schmierstoff. Das Zuführen von Schmierstoff erfolgt mit Schmieranlagen oder Schmiergeräten. Der Zeitraum für das Nachschmieren ist kürzer als der für die Schmierstoff-Wechselfrist.
sind nur Fettpressen mit Nadel-Spitzmundstücken zu verwenden, die einen Öffnungswinkel ≦ 60° haben ➤ Bild 43.
 
  Vor der Inbetriebnahme sind die Schmierbohrungen und Zuleitungen aus Korrosionsschutzgründen mit Fett
Siehe
Schmierstoff
Fettöle
Fettpatrone
Schmierfrist
Fettsäure
zu füllen, dabei kann gleichzeitig geschmiert werden.
 
  Das Schmieren
Zuführen von Frischschmierstoff zur Reibstelle. Frischschmierstoff vermischt sich in der Reibstelle mit Gebraucht-Schmierstoff. Das Zuführen von Schmierstoff erfolgt mit Schmieranlagen oder Schmiergeräten. Der Zeitraum für das Nachschmieren ist kürzer als der für die Schmierstoff-Wechselfrist.
wird erschwert, wenn ein Wälzkörper
Siehe Rollkörper
über der radialen Schmierbohrung steht. Deshalb ist bei betriebswarmem und drehendem Lager nachzuschmieren sowie vor dem Stillstand und vor längeren Betriebsunterbrechungen.
 
  Zum Nachschmieren ist das gleiche Schmierfett wie bei der Erstbefettung zu verwenden. Ist dies nicht möglich, dann ist die Mischbarkeit und Verträglichkeit der Fette zu prüfen. Es wird nachgeschmiert, bis sich an den Dichtspalten ein frischer Fettkragen bildet. Dabei muss das alte Schmierfett ungehindert aus dem Lager austreten können.  
   

Bild 43
Nachschmieren mit Fettpresse

Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Nadel-Spitzmundstück, Öffnungswinkel ≦ 60°

 

imageref_22456440203_All.gif

 
 

Schaeffler-Montagehandbuch

Wälzlager sehr sorgfältig behandeln

 

Wälzlager sind vielfach bewährte Präzisions-Maschinenelemente zur Gestaltung wirtschaftlicher, zuverlässiger und betriebssicherer Lagerungen. Damit diese Produkte ihre Funktion einwandfrei erfüllen und die vorgesehene Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
ohne Beeinträchtigung erreichen, müssen sie sorgfältig behandelt werden.

 
imageref_21602891659_de.gif   Das Schaeffler-Montagehandbuch MH 1 informiert umfassend über die sachgemäße Lagerung, Montage, Demontage und Wartung
Pflegen und Schmieren von Geräten und Maschinen.
rotatorischer Wälzlager
Einbau- oder anschlußfertiges, oft genormtes Maschinenelement zur Übertragung von Bewegungen, Kräften und Kippmomenten, bei sehr gutem Wirkungsgrad. Wälzlager bestehen aus Wälzkörpern, Käfigen, Laufbahnen auf Ringen, Schienen oder Wagen und Schmierstoff und gegebenenfalls Abdichtungen und Zubehör.
http://www.schaeffler.de/std/1B68. Daneben enthält es Angaben, die der Konstrukteur für den Ein‑ und Ausbau und die Wartung
Pflegen und Schmieren von Geräten und Maschinen.
der Lager schon bei der Gestaltung der Lagerstelle beachten muss. Das Buch liefert Schaeffler auf Anfrage.
 
 

Rechtshinweis zur Datenaktualität

 

Die Weiterentwicklung der Produkte kann auch zu technischen Änderungen an Katalogprodukten führen

 

Im Mittelpunkt des Interesses von Schaeffler stehen die Optimierung und die Weiterentwicklung seiner Produkte und die Zufriedenheit seiner Kunden. Damit Sie sich als Kunde bestmöglich über diesen Fortschritt und den aktuellen technischen Stand der Produkte informieren können, veröffentlichen wir Produktänderungen gegenüber der gedruckten Ausgabe in unserem elektronischen Produktkatalog.

 
imageref_18350433803_All.gif   Änderungen der Angaben und Darstellungen dieses Katalogs behalten wir uns daher vor. Dieser Katalog gibt den Stand bei Drucklegung wieder. Neuere Veröffentlichungen unsererseits (in Printmedien oder digital) gehen automatisch diesem Katalog vor, soweit sie dasselbe Thema betreffen. Bitte prüfen Sie daher stets über unseren elektronischen Produktkatalog, ob aktuellere Informationen oder Änderungshinweise für Ihr gewünschtes Produkt verfügbar sind.  
 

Weiterführende Informationen

 

Bei der Auslegung einer Lagerung sind neben den Angaben in diesem Kapitel auch folgende Kapitel in den technischen Grundlagen zu beachten:

 
   
   
  
Schaeffler verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.  Weitere Informationen