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Befestigungs- und Sicherungselemente
Merkmale
 

Zur Befestigung der Lager mit kegeliger Bohrung auf zylindrischem Wellenzapfen sind montagefreundliche, betriebssichere Spann- und Abziehhülsen geeignet.

 
 

Mit Nut- oder Wellenmuttern befestigt man Lager auf Wellen oder Spannhülsen. Gegen selbsttätiges Lösen der Nutmuttern werden Sicherungbleche oder Sicherungsbügel verwendet. Die Sicherung der Wellenmuttern erfolgt durch Kraftschluss.

 
   
   

Spannhülsen

Für glatte und abgesetzte Wellen

 

Spannhülsen eignen sich, wenn Lager mit kegeliger Bohrung auf zylindrischen Wellen befestigt werden. Sie benötigen keine zusätzliche Sicherung auf der Welle. Auf glatten Wellen sind die Lager an beliebiger Stelle positionierbar.

 
 

Werden bei abgesetzten Wellen Spannhülsen mit einem Stützring verwendet, können die Lager axial genau festgelegt werden. Zusätzlich vereinfacht das den Ausbau der Lager.

 
 

Spannhülsen bestehen aus geschlitzten Stahlhülsen, Nutmuttern und Sicherungsblechen. Bei größeren Abmessungen werden anstelle der Sicherungsbleche Sicherungsbügel verwendet.

 
 

Die Zugfestigkeit des Werkstoffs beträgt mindestens 430 N/mm2. Die Mantelfläche der Hülsen hat einen Kegel von 1:12, bei den Baureihen H240 und H241 ist der Kegel 1:30.

 
 

In den Maßtabellen sind die Spannhülsen für metrische Wellen angegeben. Hülsen für Wellen in Zollabmessung gibt es auf Anfrage.

 
   

Für Hydraulik-Verfahren

 

Der Ein- und Ausbau großer Lager erfordert hohe Montagekräfte und wird durch das Hydraulik-Verfahren erleichtert. Dazu gibt es Spannhülsen mit Ölnuten in der kegeligen Mantelfläche und einem Pumpenanschluss auf der Gewindeseite. Diese Spannhülsen haben das Nachsetzzeichen HG. In den Maßtabellen sind die Gewinde für den Pumpenanschluss angegeben.

 
   

Abziehhülsen

 

Abziehhülsen eignen sich, wenn Lager mit kegeliger Bohrung auf zylindrischen Wellen befestigt werden sollen. Die kegelige Hülse wird so weit in die Lagerbohrung gepresst, bis die notwendige Radialluft-Verminderung erreicht ist. Das Lager stützt sich dabei zum Beispiel gegen eine Wellenschulter ab.

 
 

Sicherungselemente gehören nicht zum Lieferumfang.

 
 

Die Zugfestigkeit des Werkstoffs beträgt mindestens 430 N/mm2.

 
 

Die Mantelfläche der geschlitzten Stahlhülsen hat einen Kegel von 1:12, bei den Baureihen AH240 und AH241 ist der Kegel 1:30.

 
   

Für Hydraulik-Verfahren

 

Der Ein- und Ausbau großer Lager erfordert hohe Montagekräfte und wird durch das Hydraulik-Verfahren erleichtert. Dazu gibt es Abziehhülsen mit Ölnuten in der kegeligen Mantelfläche und zwei um 90° zueinander versetzte Pumpenanschlüsse. Diese Abzieh­hülsen haben das Nachsetzzeichen H. In den Maßtabellen sind die Anschlussmaße für den Pumpenanschluss angegeben.

 
   

Nutmuttern

 

Mit Nutmuttern werden Lager auf Wellen oder Spannhülsen fixiert. Gleichzeitig erleichtern sie die Montage der Lager mit kegeligem Wellensitz sowie den Ein- und Ausbau der Lager auf Abziehhülsen.

 
 

Die Nutmuttern bestehen aus Stahl, die Zugfestigkeit des Werkstoffs beträgt mindestens 350 N/mm2.

 
 

Sie haben am Umfang vier oder acht gleichmäßig verteilte Nuten, an denen Haken- oder Schlagschlüssel angesetzt werden können.

 
 

Auf Anfrage gibt es Nutmuttern der Baureihen HM30..-H und HM31..-H mit Gewindebohrungen für Montageschrauben.

 
 

Präzisions-Nutmuttern sind im Kapitel Lager für Gewindetriebe beschrieben.

 
   

Wellenmuttern

 

Wellenmuttern HMZ ermöglichen eine genaue und sichere axiale Befestigung von Lagern auf zylndrischen und kegeligen Wellen oder auf Spannhülsen.

 
 

Die Wellenmuttern bestehen aus Stahl, die Zugfestigkeit beträgt mindestens 350 N/mm2.

 
 

HMZ-Muttern sind austauschbar mit herkömmlichen Nutmuttern HM und KM. Ihre Sicherung erfolgt aber nicht durch Bleche oder Bügel, sondern durch Kraftschluss. Vier oder acht axiale Klemmschrauben ermöglichen ein gleichmäßiges Verspannen am Umfang, Bild 1.

 
 

Zum Aufschrauben auf das Wellengewinde sind am Mutternumfang vier oder acht Gewindelochbohrungen, in die man den mitgelieferten Gewindestab schraubt. Nuten am Außendurchmesser der Mutter entfallen, ebenso Sicherungselemente. Weil die Welle keine Haltenut erhält, hat sie eine höhere Festigkeit und ist kostengünstiger zu fertigen.

 
 

Wellenmuttern HMZ sind beschrieben in der TPI WL 91-8.

 
   

Bild 1
Klemmschrauben zur Erzeugung einer kraftschlüssigen Verbindung von Mutter und Wellengewinde


 

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Sicherungsbleche

 

Sicherungsbleche MB und MBL sind einfache, zuverlässige Elemente zur Sicherung kleinerer Nutmuttern (Muttern der Baureihen KM und KML).

 
 

Sie haben einen inneren und mehrere äußere Lappen, die gleich­mäßig am Umfang verteilt sind. Der innere Lappen greift in die Nut der Spannhülse oder der Welle, einer der äußeren wird zur Sicherung in eine Nut in der Mutter gebogen.

 
 

Die Bleche sind aus Stahl, die Zugfestigkeit des Werkstoffs beträgt mindestens 300 N/mm2.

 
   

Sicherungsbügel

 

Sicherungsbügel der Baureihe MS werden mit einer Sechskant­schraube an der Nutmutter befestigt. Sie greifen dabei in eine Nut in der Mutter und in der Spannhülse oder Welle ein.

 
 

Die Befestigungsschraube hat bis M16 ein selbstsicherndes Gewinde, ab M20 wird eine genormte Sechskantschraube mit Sicherungselement verwendet.

 
 

Sicherungsbügel werden mit Nutmuttern der Baureihen HM30 und HM31 eingesetzt.

 
   

Nachsetzzeichen

 

Nachsetzzeichen der lieferbaren Ausführungen siehe Tabelle.

 
   
Tabelle 1
Lieferbare Ausführungen
 

Nachsetzzeichen
Beschreibung
Ausführung
H
Hydraulik-Abziehhülse
Standard
HG
Hydraulik-Spannhülse

 
   
  
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