Schaeffler Produktkatalog - medias
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Zweireihige Schrägkugellager
 

Zweireihige Schrägkugellager eignen sich gut, wenn:

 
 
  • bei hohen Belastungen der Bauraum für zwei paarig angeordnete ­einreihige Schrägkugellager nicht ausreicht
  • gleichzeitig wirkende hohe Radial- und Axialbelastungen auftreten
  • auch Kippmomente aufgenommen werden müssen
  • eine relativ starre Lagerung gefordert ist
  • die Lagerung bei den oben genannten Anforderungen auch geräuscharm laufen soll.
 
   

Bild 1
Zweireihiges Schrägkugellager – Bauraumvergleich mit Lagersatz aus einreihigen Schrägkugel­lagern

B =  Gesamtbreite des Lagers oder Lagersatzes

 

imageref_20050505227_All.gif

 
 

Lagerausführung

 
 

Zweireihige Schrägkugellager gibt es als:

 
   
 

Größere Kataloglager und weitere Lagerausführungen ➤ GL 1.

 
 

Lager der Grundausführung

Vergleichbar mit paarig angeordneten einreihigen Schrägkugellagern

 

Zweireihige Lager entsprechen in ihrem Aufbau zwei paarig angeordneten einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, sind jedoch etwas schmaler als diese gebaut. Sie unterscheiden sich in der Größe ihres Druckwinkels α und in der Ausführung der Lagerringe. Fertigungstechnisch bedingt können offene Lager, die auch mit Deck- oder Dichtscheiben erhältlich sind, am Außen- und/oder Innenring Eindrehungen für die Dicht- oder Deckscheiben haben.

 

Variantenreiches und vielseitig einsetzbares Lagerprogramm

 

Lager der Reihen 38..‑B (‑2RSR, ‑2Z), 30..‑B (‑2RSR, ‑2Z), 32..-B (‑2RSR, ‑2Z), 32..‑BD (‑2HRS), 33..‑B (‑2RSR, ‑2Z), 33..BD (‑2HRS) sind selbst­haltend. Sie haben keine Einfüllnuten in den Stirnseiten der Lagerringe ➤ Bild 2. Die Lager der Reihen 32..-BD und 33..-BD haben eine optimierte Innenkonstruktion.

 
 

Damit erfüllen die zweireihigen Schrägkugellager konstruktiv die Anforderungen an:

 
 
  • eine hohe radiale und beidseitig axiale Belastbarkeit
  • geräuscharmen Lauf
  • eine vielseitige Verwendbarkeit.
 

Nenndruckwinkel α = 25° oder 30°

 

Der Nenndruckwinkel α der B-Ausführungen ist 25°, bei der BD‑Variante beträgt er 30°.

 
 

   

Bild 2
Zweireihiges Schrägkugellager der Grundausführung

Fr =  Radiale Belastung
Fa =   Axiale Belastung
α =  Nenndruckwinkel

 

imageref_20050510219_All.gif

 
 

Lager mit Einfüllnut

Nenndruckwinkel α = 35°

 

Schrägkugellager der Reihen 32 und 33 sind selbsthaltend. Sie haben auf einer Lagerring-Stirnseite Füllnuten zum Befüllen der Lager mit den Wälzkörpern ➤ Bild 3. Der Nenndruckwinkel
Winkel, den die Drucklinie mit der Radialebene einschließt. Für unbelastete Lager, bei denen die Rollkörper die Laufbahnen spannungsfrei berühren.
beträgt α = 35°.

 
imageref_17757187211_All.gif   Diese Baureihen müssen so eingebaut werden, dass die Kugelreihe ohne Füllnut die Hauptlastrichtung bei axialer Belastung
Last, die zum Beispiel von einer Reibstelle zu tragen ist. Auch Beanspruchung aus Druck und/oder Wärme.

Siehe Druckfläche
übernimmt.
 
 

   

Bild 3
Zweireihiges Schrägkugellager mit Einfüllnut

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
α =  Nenndruckwinkel

 

imageref_20050512139_All.gif

 
 

Lager mit geteiltem Innenring

Nenndruckwinkel α = 45°

 

Bei den Schrägkugellagern der Reihe 33..-DA ist der Innenring geteilt ➤ Bild 4. Die Innenringe sind nicht selbsthaltend. Die Befüllung mit vielen Kugeln ermöglicht – im Zusammenhang mit der Gestaltung der Lager-Innenkonstruktion und dem Druckwinkel
Siehe auch
Betriebsdruckwinkel
Nenndruckwinkel
von 45° – die Aufnahme hoher, wechselseitig wirkender Axialbelastungen.

 
imageref_17757187211_All.gif   Die Innenringhälften sind auf das jeweilige Lager abgestimmt und dürfen nicht mit denen anderer Lager gleicher Größe vertauscht werden.  
 

   

Bild 4
Zweireihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring

Fr =  Radiale Belastung
Fa =  Axiale Belastung
α =  Nenndruckwinkel

 

imageref_20050514059_All.gif

 
 

X-life-Premiumqualität

imageref_19964530187_All.gif   Lager der Reihen 32..-BD und 33..-BD sind X-life-Lager ➤ Maßtabelle. Gegenüber den zweireihigen Standard-Schrägkugellagern sind diese Lager wesentlich leistungsstärker ➤ Bild 5. Erreicht wird dies u.a. durch die geänderte Innenkonstruktion und höhere Oberflächengüte der Kontaktflächen, das optimierte Käfigdesign sowie durch die bessere Qualität
Begriff und Definition: DIN 55 350 T11 und DIN ISO 8402.
des Stahls und der Wälzkörper.
 
 

Vorteile

 

Aus den technischen Detailverbesserungen ergeben sich eine Reihe von Vorteilen wie z.B.:

 
 
  • eine günstigere Lastverteilung im Lager und damit eine höhere dynamische Belastbarkeit der Lager ➤ Bild 5
  • eine höhere Laufruhe
  • ein reibungsärmerer, energieeffizienterer Lauf
  • eine niedrigere Wärmeentwicklung
    Siehe Betriebstemperatur
    im Lager
  • höhere mögliche Drehzahlen
  • ein geringerer Schmierstoffverbrauch und dadurch längere Wartungsintervalle
  • eine messbar längere Gebrauchsdauer
    Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
    der Lager
  • eine hohe Betriebssicherheit
  • kompakt bauende, umweltfreundliche Lagerungen.
 

Niedrigere Betriebs­kosten, höhere Maschinenverfügbarkeit

 

In Summe verbessern diese Vorteile die Gesamtwirtschaftlichkeit der Lagerstelle deutlich und erhöhen damit die Effizienz der Maschine und Anlage nachhaltig.

 

Nachsetzzeichen XL

 

X-life-Schrägkugellager haben das Nachsetzzeichen XL im Kurzzeichen ➤ Bild 7, ➤ Bild 8 und ➤ Maßtabelle.

 
 

   

Bild 5
Vergleich der dynamischen Tragzahl Cr – Lagerreihe 33..‑BD‑XL, Bohrungskennzahl
Kurzzeichen für den Lagebohrungsdurchmesser d, nach DIN 623 genormt.
02 bis 16, mit einem Lager ohne X-life-­Qualitäten (33..-B)

Cr =  Dynamische Tragzahl
Symbole/00016410_mei_in_0k_0k.gif  Bohrungskennzahl

 

imageref_20050508299_All.gif

 
 

Anwendungsbereiche

 

Aufgrund ihrer besonderen technischen Merkmale eignen sich zweireihige X-life-Schrägkugellager sehr gut für Lagerungen in:

 
 
  • Kompressoren
  • Flüssigkeits- und Hydraulikpumpen
  • Automotive-Fahrwerken und -Getrieben
  • Industriegetrieben
  • landwirtschaftlichen Fahrzeugen
  • Aufzügen und Verpackungsanlagen
  • schweren Motorrädern
  • Werkzeugmaschinen
  • Textilmaschinen.
 
imageref_17757210635_All.gif   X-life steht für eine hohe Produkt-Leistungsdichte und damit für einen besonders großen Kundennutzen.  
 

Belastbarkeit

 

Radial und beidseitig axial belastbar

 

Zweireihige Schrägkugellager nehmen neben hohen radialen Belastungen auch beidseitig axial wirkende Kräfte und Kippmomente auf ➤ Bild 2. Sie eignen sich sehr gut für Lagerungen mit starrer axialer Führung.

 

Druckwinkel und axiale Belastbarkeit

 

Die Lager gibt es mit α = 25°, 30°, 35° und 45° ➤ Bild 2 bis ➤ Bild 4. Die axiale Belastbarkeit steigt mit der Größe des Druck­winkels. Bei Lager ohne Füllnut ist sie in beiden Richtungen gleich hoch.

 
 

Ausgleich von Winkelfehlern

 

Die Winkeleinstellbarkeit ist sehr gering

 

Die Lager eignen sich nicht zum Ausgleich von Winkelfehlern. Fluchtungsfehler
Abweichung einer tatsächlichen von der theoretischen Ideallinie, zum Beispiel Lagerachse von der Wellenachse. Hervorgerufen durch Bearbeitung, Durchbiegung der Welle bzw. Verformungen der Gehäuse.
erzeugen zusätzlich innere Kräfte, die neben höheren Temperaturen auch zu einer Reduzierung der Lagerlebensdauer führen.

 
 

Schmierung

 

Beidseitig abgedichtete Schrägkugellager sind wartungsfrei

 

Beidseitig abgedichtete und offene Lager sind mit einem Qualitätsfett befettet. Die beidseitig abgedichteten Lager sind für viele Anwendungen wartungsfrei, d.h. sie müssen nicht nachgeschmiert werden.

 

Offene Lager müssen geschmiert werden

 

Nicht abgedichtete und einseitig abgedichtete Schrägkugellager der Reihen 32.., 33.., 33..‑DA, 32..‑BD und 33..‑BD sind konserviert und nicht befettet. Diese Lager müssen mit Öl oder Fett
Siehe
Schmierstoff
Fettöle
Fettpatrone
Schmierfrist
Fettsäure
geschmiert werden.

 

Verträglichkeit mit Kunststoffkäfigen

 

Werden Lager mit Kunststoffkäfig verwendet, ist sicherzustellen, dass beim Einsatz von Syntheseölen oder Schmierfetten auf Syntheseölbasis sowie bei Schmierstoffen mit einem hohen Anteil an EP‑Zusätzen die Verträglichkeit des Schmierstoffs mit dem Käfigmaterial gegeben ist.

 

Ölwechselfristen einhalten

 

Gealtertes Öl und im Öl enthaltene Additive
Schmierstoffzusatz, verbessert Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Pourpoint, hemmt Korrosion, Oxydation, Alterung, reduziert Verschleiß und Schäumen.
können bei höheren Temperaturen die Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
der Kunststoffe beeinträchtigen. Vorgegebene Ölwechselfristen müssen deshalb unbedingt eingehalten werden.

 
 

Abdichtung

 

2RS-, 2RSR- und 2HRS‑Dichtungen sind berührend

 

Die Reihen 38..‑B, 30..‑B, 32..‑B und 33..‑B mit dem Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
2RS, 2RSR und 2HRS haben beidseitig axial bzw. radial anliegende Lippendichtungen ➤ Tabelle 5. Lager mit dem Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
RS, HRS und RSR sind einseitig mit axial bzw. radial anliegenden Lippendichtungen abgedichtet.

 

2Z-Deckscheiben und 2RZ‑Dichtungen sind berührungsfrei

 

Lagerreihen mit dem Nachsetzzeichen 2Z haben auf beiden Seiten Deckscheiben aus Stahlblech. Bei Lagern mit dem Nachsetzzeichen 2RZ sind beidseitig gummierte Spaltdichtungen montiert.

 
 

Bei nicht abgedichteten Lagern muss die Abdichtung
Siehe Dichtungen
durch die Umgebungskonstruktion erfolgen. Die Abdichtung
Siehe Dichtungen
muss zuverlässig verhindern, dass:

 
 
  • Feuchtigkeit und Verunreinigungen in das Lager gelangen
  • Schmierstoff aus dem Lager austritt.
 
 

Drehzahlen

 
 

In den Produkttabellen sind für die meisten Lager zwei Drehzahlen angegeben ➤ Maßtabelle:

 
 
  • die kinematische Grenzdrehzahl nG
  • die thermische Bezugsdrehzahl nϑr.
 
 

Grenzdrehzahlen

imageref_17757187211_All.gif   Die Grenzdrehzahl nG ist die kinematisch zulässige Drehzahl des Lagers. Sie darf auch bei günstigen Einbau- und Betriebsbedingungen nicht ohne vorherige Rücksprache mit Schaeffler überschritten werden    ➤ Link.  
  Die in den Produkttabellen angegebenen Werte gelten bei nicht abge­dichteten oder gedeckelten Lagern für Ölschmierung und bei werkseitig befetteten, abgedichteten oder gedeckelten Lagern für Fettschmierung.  

Werte bei Fettschmierung

 

Bei Fettschmierung sind jeweils 75% des in den Produkttabellen angegebenen Wertes zulässig.

 
 

Bezugsdrehzahlen

nϑr dient zur Berechnung von nϑ

 

Die thermische Bezugsdrehzahl nϑr ist keine anwendungsbezogene Drehzahlgrenze, sondern eine rechnerische Hilfsgröße zur Ermittlung der thermisch zulässigen Betriebsdrehzahl nϑ    ➤ Link.

 

Lager mit berührenden Dichtungen

 

Für Lager mit berührenden Dichtungen
Elemente; sollen das Hindurchtreten von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen durch die Fugen miteinander verbundener Bauteile im ruhenden und bewegten Zustand verhindern.

Siehe auch
Deckscheibe
Dichtscheibe
Gebrauchsdauer
Reibung
sind nach DIN ISO 15312:2004 keine Bezugsdrehzahlen definiert. In den Produkttabellen ist für diese Lager deshalb nur die Grenzdrehzahl nG angegeben.

 
 

Geräusch

 
 

Als neues Merkmal zum Vergleich des Geräuschniveaus unterschiedlicher Lagerarten und Baureihen wurde der Schaeffler Geräuschindex (SGI) entwickelt. Damit ist es erstmals möglich, eine Geräuschbewertung von Wälzlagern durchzuführen.

 
 

Schaeffler Geräuschindex

 

Der SGI-Wert basiert auf dem nach internen Standards maximal zulässigen Geräuschniveau eines Lagers, welches in Anlehnung an ISO 15242 ermittelt wird. Zum Vergleich unterschiedlicher Lagerarten und Baureihen ist der SGI-Wert über der statischen Tragzahl C0 aufgetragen.

 
 

Damit ist es möglich, Lager gleicher Tragfähigkeit direkt zu vergleichen. In den Diagrammen ist jeweils der obere Grenzwert angegeben. Das bedeutet, dass das durchschnittliche Geräuschniveau der Lager noch kleiner ist, als im Diagramm dargestellt.

 
imageref_17757187211_All.gif   Der Schaeffler Geräuschindex ist ein zusätzliches Leistungsmerkmal zur Lager­auswahl bei geräuschsensiblen Anwendungen. Die spezifische Eignung eines Lagers für eine Anwendung, beispielsweise hinsichtlich Bauraum, Tragfähigkeit oder Drehzahlgrenze, ist davon unabhängig zu prüfen.  
 

   

Bild 6
Schaeffler Geräuschindex für zweireihige Schrägkugellager

SGI =  Schaeffler Geräuschindex
C0 =  Statische Tragzahl

 

imageref_23598378635_All.gif

 
 

Temperaturbereich

 
 

Die Betriebstemperatur
Temperatur, die sich während des Betriebes an der Maschine der Reibstelle, z. B. Lagerstelle einstellt.
der Lager ist begrenzt durch:

 
 
  • die Maßstabilität der Lagerringe und Wälzkörper
  • den Käfig
  • den Schmierstoff
  • die Dichtungen.
 
 

 

Mögliche Betriebstemperaturen für zweireihige Schrägkugellager ➤ Tabelle 1.

 
   
Tabelle 1
Zulässige Temperaturbereiche
 

Betriebs­temperatur
Zweireihige Schrägkugellager, offen
Zweireihige Schrägkugellager, abgedichtet
mit Stahlblech- oder Messingkäfig
mit Polyamidkäfig PA66
imageref_19988082955_All.gif
   
unbefettet
–30 °C bis +150 °C
–30 °C bis +120 °C,
begrenzt durch
den Käfigwerkstoff
–30 °C bis +110 °C,
begrenzt durch den Schmierstoff
Gasförmiger, flüssiger, konsistenter, plastischer oder fester Stoff, der Reibung und Verschleiß zwischen zwei Reibkörpern mindert.
und Dichtungswerkstoff
Reihe 30, 38, 32..‑BD und 33..‑BD, D ≦ 90 mm,
–30 °C bis +120 °C

 
imageref_18348417035_All.gif   Sind Temperaturen zu erwarten, die außerhalb der angegebenen Werte liegen, bitte bei Schaeffler rückfragen.  
 

Käfige

 

Standard sind Massiv­käfige aus Messing und PA66 sowie Stahlblechkäfige

 

Standardkäfige und zusätzliche Käfigausführungen für zweireihige Schrägkugellager sind aus Messing, Polyamid oder Stahl ➤ Tabelle 2. Andere Käfige sind auf Anfrage lieferbar. Bei solchen Käfigen können jedoch die Eignung für hohe Drehzahlen und hohe Temperaturen sowie die Tragzahlen von den Angaben für die Lager mit den Standardkäfigen abweichen.

 
imageref_18348417035_All.gif   Bei hohen Dauertemperaturen und Anwendungen mit schwierigen Betriebsbedingungen sollten Lager mit Messing- oder Stahlblechkäfig eingesetzt werden. Bestehen Unsicherheiten bezüglich der Käfigeignung, bitte bei Schaeffler rückfragen.  
 

   
Tabelle 2
Käfig, Käfignachsetzzeichen, Bohrungskennzahl
 

Lagerreihe
Massivkäfig
aus Polyamid PA66
Massivkäfig
aus Messing
Stahlblechkäfig
TVH, TVP
M, MA
Standard
zusätz­lich bei
Standard
zusätz­lich bei
Standard
zusätz­lich bei
Bohrungskennzahl
32
- - 19, 21, 22
18, 20
17, 18, 20
-
33
- - 17, 19, 20, 22
18
14 bis 16, 18
20
30..-B
bis 08
- - - - -
32..-B
00, 01, 14 bis 18, 20
- - - - -
33..-B
01, 12
- - - - -
38..-B
00 bis 12, 14, 16, 18, 20
- - - - -
32..-BD
- 02 bis 13
- - 02 bis 13
-
33..-BD
- 02 bis 11, 13, 14, 16
- - 04 bis 11, 13, 14
-
33..-DA
05
- 08, 10, 11, 15 bis 22
05, 06, 07, 09, 12, 13, 14
06, 07, 09, 12, 13, 14
05

 
 

Lagerluft

 
 

Axiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
– Lager mit ungeteiltem Innenring

imageref_17757201419_All.gif   Zweireihige Schrägkugellager mit ungeteiltem Innenring haben in der Grundausführung die axiale Lagerluft CN (Group N) nach DIN 628-3:2008 ➤ Tabelle 3.  
imageref_18348417035_All.gif   Lager mit größerer oder kleinerer axialer Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
als CN (C3, C4 oder C2) können ebenfalls geliefert werden. Dazu bitte bei Schaeffler nachfragen.
 
   
Tabelle 3
Axiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
von zweireihigen Schrägkugellagern mit ungeteiltem Innenring
 

Nenndurchmesser der Bohrung
Axiale Lagerluft
d

mm
C2
(Group 2)
μm
CN
(Group N)
μm
C3
(Group 3)
μm
C4
(Group 4)
μm
über
bis
min.
max.
min.
max.
min.
max.
min.
max.
- 10
1
11
5
21
12
28
25
45
10
18
1
12
6
23
13
31
27
47
18
24
2
14
7
25
16
34
27
47
24
30
2
15
8
27
18
37
30
50
30
40
2
16
9
29
21
40
33
54
40
50
2
18
11
33
23
44
36
58
50
65
3
22
13
36
26
48
40
63
65
80
3
24
15
40
30
54
46
71
80
100
3
26
18
46
35
63
55
83
100
120
4
30
22
53
42
73
65
96
120
140
4
34
25
59
48
82
74
108

 
 

Axiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
– Lager mit geteiltem Innenring

Standard ist etwa C3 der ungeteilten Lager

 

Lager mit geteiltem Innenring sind für höhere Axialbelastungen vorge­sehen. Sie werden deshalb in der Regel auch fester gepasst als ungeteilte Lager. Ihre Normalluft entspricht in etwa der Lagerluftgruppe C3 der ungeteilten Lager ➤ Tabelle 4.

 
   
Tabelle 4
Axiale Lagerluft
Bei drehbewegten, nicht eingebauten Lagern: der Betrag der gegenseitigen, spannungsfreien Verschiebung beider Lagerringe in der Lagerebene (radiale Lagerluft) oder in der Lagerachse (axiale Lagerluft).
Bei längsbewegten Lagern: der Betrag der Verschiebung des Lagers quer zur Bewegungsrichtung.
von zweireihigen Schrägkugellagern mit geteiltem Innenring
 

Nenndurchmesser der Bohrung
Axiale Lagerluft
d

mm
C2
(Group 2)
μm
CN
(Group N)
μm
C3
(Group 3)
μm
über
bis
min.
max.
min.
max.
min.
max.
24
30
8
27
16
35
27
46
30
40
9
29
18
38
30
50
40
50
11
33
22
44
36
58
50
65
13
36
25
48
40
63
65
80
15
40
29
54
46
71

 
 

Abmessungen, Toleranzen

 
 

Abmessungsnormen

imageref_17757201419_All.gif   Die Hauptabmessungen der zweireihigen Schrägkugellager entsprechen DIN 628-3:2008. Nennmaße der zweireihigen Schrägkugellager ➤ Maßtabelle.  
 

Kantenabstände

imageref_17757201419_All.gif   Die Grenzmaße für Kantenabstände entsprechen DIN 620‑6:2004. Übersicht und Grenzwerte   ➤ Abschnitt. Nennmaß des Kantenabstands ➤ Maßtabelle.  
 

Toleranzen

imageref_17757201419_All.gif   Die Toleranzen
Siehe auch
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
für die Maß- und Laufgenauigkeit
Gemessen als Rundlauf und Planlauf, ergibt sich aus den Maß-, Form- und Lagetoleranzen beim bewegten Lager, definiert nach DIN.
der zweireihigen Schrägkugellager entsprechen der Toleranzklasse Normal nach ISO 492:2014; die Maß- und Lauftoleranzen der Lager mit dem Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
BD entsprechen der Toleranzklasse 6 nach ISO 492:2014. Toleranzwerte nach ISO 492 ➤ Tabelle und ➤ Tabelle .
 
 

Nachsetzzeichen

 
 

Die Bedeutung der in diesem Kapitel verwendeten Nachsetzzeichen
Ergänzt das Kurzzeichen besteht aus Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel die Varianten einer Baureihe.
➤ Tabelle 5 sowie medias interchange http://www.schaeffler.de/std/1B69.

 
   
Tabelle 5
Nachsetzzeichen und ihre Bedeutung
 

Nachsetz-zeichen
Bedeutung der Nachsetzzeichen
B
geänderte Innenkonstruktion,
Nenndruckwinkel α = 25°, ohne Füllnut
Standard
BD
geänderte Innenkonstruktion,
Nenndruckwinkel α = 30°, ohne Füllnut
C2
axiale Lagerluft C2 (kleiner als normal)
auf Anfrage
C3
axiale Lagerluft C3 (größer als normal)
C4
axiale Lagerluft C4 (größer als C3)
DA
Innenring geteilt,
Nenndruckwinkel α = 45°
Standard
M
Massivkäfig aus Messing, kugelgeführt
Standard abhängig von der Bohrungskennzahl
MA
Massivkäfig aus Messing, Führung am Außenring
TVH
Massivkäfig aus glasfaserverstärktem Polyamid PA66, kugelgeführt
2HRS
beidseitig berührende Dichtung, axial anliegend (Lippendichtung)
Standard
2RS
beidseitig berührende Dichtung, axial anliegend (Lippendichtung)
2RSR
beidseitig berührende Dichtung, radial anliegend (Lippendichtung)
2RZ
beidseitig berührungsfreie Dichtung
(gummierte Spaltdichtung)
2Z
beidseitig berührungsfreie Deckscheibe
(Spaltdichtung aus Blech)
HRS
einseitig berührende Dichtung, axial anliegend (Lippendichtung)
Sonderausführung, auf Anfrage
RS
einseitig berührende Dichtung, axial anliegend (Lippendichtung)
RSR
einseitig berührende Dichtung, radial anliegend (Lippendichtung)
RZ
einseitig berührungsfreie Dichtung
(gummierte Spaltdichtung)
Z
einseitig berührungsfreie Deckscheibe
(Spaltdichtung aus Blech)
XL
X-life-Lager, abhängig von der Bohrungskennzahl
Kurzzeichen für den Lagebohrungsdurchmesser d, nach DIN 623 genormt.
und der Lagerbauform

 
 

Aufbau der Lagerbezeichnung

 

Beispiele zur Bildung der Lagerbezeichnung

 

Die Bezeichnung der Lager folgt einem festgelegtem Schema. Beispiele ➤ Bild 7 und ➤ Bild 8. Für die Bildung der Kurzzeichen
Bezeichnung eines Lagers mit Buchstaben und Ziffern, verschlüsselt sind darin zum Beispiel Baureihe: Maßreihe oder Größenkennziffer, Bohrungsdurchmesser, Ausführung und Angaben, wie Corrotect-Beschichtung oder Länge der Führungsschiene.
gilt DIN 623-1    ➤ Bild.

 
 

   

Bild 7
Zweireihiges Schrägkugellager der Grundausführung: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_18345231499_de.gif

 
   

Bild 8
Zweireihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring: Aufbau des Kurzzeichens


 

imageref_20050534155_de.gif

 
 

Dimensionierung

 
 

Dynamische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung

Gültig für α = 25°, 30°, 35°, 45°

 

Die Berechnung von P hängt vom Nenndruckwinkel α des Lagers, vom Belastungsverhältnis Fa/Fr und von den Berechnungsfaktoren ab ➤ Formel 1 bis ➤ Formel 8.

 
imageref_17757187211_All.gif   Weitere grundlegende Angaben zur Berechnung der dynamischen äquivalenten Lagerbelastung beachten ➤ Abschnitt .  

Formel 1
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 25°
 
imageref_18144062987_All.gif


Formel 2
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 25°
 
imageref_18144077963_All.gif


Formel 3
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 30°
 
imageref_18144080139_All.gif


Formel 4
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 30°
 
imageref_18144082315_All.gif


Formel 5
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 35°
 
imageref_18144084491_All.gif


Formel 6
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 35°
 
imageref_18144150283_All.gif


Formel 7
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 45°
 
imageref_18144152459_All.gif


Formel 8
Dynamische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 45°
 
imageref_18144167435_All.gif

Legende

 
P
 N
Dynamische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung
Fr
 N
Radiale Belastung
Fa
 N
Axiale Belastung.
 
 

Statische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung

Gültig für α = 25°, 30°, 35°, 45°

 

Die Berechnung der statischen äquivalenten Lagerbelastung P0 hängt vom Nenndruckwinkel α und den Berechnungsfaktoren ab ➤ Formel 9 bis ➤ Formel 12.

 
 


Formel 9
Statische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 25°
 
imageref_10903411083_All.gif


Formel 10
Statische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 30°
 
imageref_18144056459_All.gif


Formel 11
Statische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 35°
 
imageref_10903433099_All.gif


Formel 12
Statische Siehe Statisch äquivalente Belastung Belastungα = 45°
 
imageref_10903455115_All.gif

Legende

 
P0
 N
Statische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung
F0r, F0a
 N
Größte auftretende radiale oder axiale Belastung
Eine in Achsrichtung, also unter 90°, wirkende Kraft.
(Maximal­belastung).
 
 

Statische Tragsicherheit

S0 = C0/P0

 

Neben der nominellen Lebensdauer L (L10h) ist immer auch die statische Tragsicherheit S0 zu überprüfen ➤ Formel 13.

 

Formel 13
Statische Tragsicherheit
 
imageref_27021597814984331_All.gif

Legende

 
S0
Statische Tragsicherheit
C0
 N
Statische Tragzahl
P0
 N
Statische äquivalente
Siehe Statisch äquivalente Belastung
Lagerbelastung.
 
 

Mindestbelastung

 

Um Schlupfschäden zu vermeiden, ist eine radiale Mindestbelastung von P > C0r/100 notwendig

 

Damit zwischen den Kontaktpartnern kein Schlupf auftritt, müssen die zweireihigen Schrägkugellager stets ausreichend hoch belastet sein. Erfahrungsgemäß ist dazu eine radiale Mindestbelastung in der Größenordnung von P > C0r/100 erforderlich. In den meisten Fällen ist die Radiallast allerdings durch das Gewicht der gelagerten Teile und die äußeren Kräfte schon höher als die erforderliche Mindestbelastung.

 
imageref_18348417035_All.gif   Ist die radiale Mindestbelastung niedriger als oben angegeben, bitte bei Schaeffler rückfragen.  
 

Gestaltung der Lagerung

 

Lagerringe auf ganzem Umfang und ganzer Breite abstützen

 

Damit die Tragfähigkeit der Lager voll genutzt werden kann und so auch die geforderte Lebensdauer
Siehe nominelle Lebensdauer
erreicht wird, müssen die Lagerringe durch Auflageflächen auf ihrem ganzen Umfang und über die volle Laufbahnbreite fest und gleichmäßig abgestützt werden. Die Abstützung ist als zylindrische Sitzfläche ausführbar. Die Sitz- und Auflageflächen sollen nicht durch Nuten, Bohrungen oder sonstige Ausnehmungen unterbrochen sein. Die Genauigkeit
Durch Toleranzen beschriebene Abweichung des Istmaßes vom Nennmaß. Bei Profilschienenführungen parallele Abweichung der Bezugsflächen innerhalb angegebener Toleranzen.

Siehe
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
der Gegenstücke muss bestimmten Anforderungen entsprechen ➤ Tabelle 6 bis ➤ Tabelle 8.

 
 

Radiale Befestigung der Lager – Passungsempfehlungen

Für eine sichere radiale Befestigung sind feste Passungen notwendig

 

Neben der ausreichenden Abstützung der Ringe müssen die Lager auch radial sicher befestigt werden, damit die Lagerringe auf den Gegenstücken unter Last nicht wandern. Das geschieht im Allgemeinen durch feste Passungen zwischen den Lagerringen und den Gegenstücken. Werden die Ringe nicht ausreichend oder fehlerhaft befestigt, kann dies zu schweren Schäden
Verlust notwendiger oder erwünschter Eigenschaften eines Gerätes, einer Maschine oder Anlage oder deren Elemente.
an den Lagern und angrenzenden Maschinenteilen führen. Bei der Wahl der Passungen sind Einflussgrößen wie Umlaufverhältnisse, die Höhe der Belastung, die Lagerluft, Temperaturverhältnisse, die Ausführung der Gegenstücke und Ein- und Ausbaumöglichkeiten zu berücksichtigen.

 
imageref_17757187211_All.gif   Treten stoßartige Belastungen auf, sind feste Passungen (Übergangs- oder Übermaßpassung) notwendig, damit sich die Ringe zu keinem Zeitpunkt lockern. Zu Spiel-, Übergangs- oder Übermaßpassung ➤ Tabelle und ➤ Tabelle .  
 

Bei der Gestaltung der Lagerung sind die folgenden Angaben aus den ­technischen Grundlagen zu berücksichtigen:

 
   
 

Axiale Befestigung der Lager – Befestigungsarten

Die Lager müssen auch in axialer Richtung sicher festgelegt sein

 

Da eine feste Passung allein meist nicht ausreicht, die Lagerringe auf der Welle und in der Gehäusebohrung auch in axialer Richtung sicher festzulegen, muss dies in der Regel durch eine zusätzliche axiale Befestigung bzw. Sicherung erfolgen. Die axiale Fixierung der Lagerringe ist auf die Art der Lageranordnung
Anordnung von Lagern, zum Beispiel als Festlager-Festlager, Festlager-Loslager, Stützlager-Stützlager, Loslager-Loslager oder von Stützlagern in Tandem-, O- oder X-Anordnung.
abzustimmen. Geeignet sind prinzipiell Wellen- und Gehäuseschultern, Gehäusedeckel, Muttern, Abstandsringe, Sicherungsringe usw.

 
 

Maß-, Form- und Laufgenauigkeit
Gemessen als Rundlauf und Planlauf, ergibt sich aus den Maß-, Form- und Lagetoleranzen beim bewegten Lager, definiert nach DIN.
für die Lagersitze

Bei Lagern mit der Toleranzklasse Normal für den Wellensitz mindestens IT6, für den Gehäusesitz mindestens IT7 vorsehen

 

Die Genauigkeit
Durch Toleranzen beschriebene Abweichung des Istmaßes vom Nennmaß. Bei Profilschienenführungen parallele Abweichung der Bezugsflächen innerhalb angegebener Toleranzen.

Siehe
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
des Lagersitzes auf der Welle und im Gehäuse
Siehe Anschlußmaße
soll der Genauigkeit
Durch Toleranzen beschriebene Abweichung des Istmaßes vom Nennmaß. Bei Profilschienenführungen parallele Abweichung der Bezugsflächen innerhalb angegebener Toleranzen.

Siehe
Laufgenauigkeit
Maßgenauigkeit
des eingesetzten Lagers entsprechen. Bei zweireihigen Schrägkugellagern mit der Toleranzklasse Normal soll der Wellensitz mindestens dem Grundtoleranzgrad IT6, der Gehäusesitz mindestens IT7 entsprechen; bei der Toleranzklasse 6 soll der Wellensitz mindestens IT5, der Gehäusesitz mindestens IT6 entsprechen. Richtwerte für die Form- und Lagetoleranzen der Lagersitzflächen ➤ Tabelle 6, Toleranzen t1 bis t3 entsprechend   ➤ Bild. Zahlenwerte für die IT-Qualitäten ➤ Tabelle 7.

 
   
Tabelle 6
Richtwerte für die Form- und Lagetoleranzen der Lagersitzflächen
 

Toleranzklasse
der Lager
Lagersitz-
fläche
Grundtoleranzgrade nach ISO 286-1
(IT-Qualitäten)
nach ISO 492
nach DIN 620
Durchmesser-
toleranz
Rundheits-
toleranz
Parallelitäts-
toleranz
Gesamt-
planlauf--
toleranz
der Anlage-
schulter
t1
t2
t3
Normal
PN (P0)
Welle
IT6 (IT5)
Umfangslast
IT4/2
Umfangslast
IT4/2
IT4
Punktlast
IT5/2
Punktlast
IT5/2
Gehäuse
IT7 (IT6)
Umfangslast
IT5/2
Umfangslast
IT5/2
IT5
Punktlast
IT6/2
Punktlast
IT6/2
6
P6
Welle
IT5
Umfangslast
IT3/2
Umfangslast
IT3/2
IT3
Punktlast
IT4/2
Punktlast
IT4/2
Gehäuse
IT6
Umfangslast
IT4/2
Umfangslast
IT4/2
IT4
Punktlast
IT5/2
Punktlast
IT5/2

 
   
Tabelle 7
Zahlenwerte für ISO-­Grundtoleranzen (IT-Qualitäten) nach ISO 286-1:2010
 

IT-Qualität
Nennmaß in mm
über
3
6
10
18
30
50
80
120
bis
6
10
18
30
50
80
120
180
Werte in μm
IT3
  2,5
2,5
3
4
4
5
6
8
IT4
  4
4
5
6
7
8
10
12
IT5
  5
6
8
9
11
13
15
18
IT6
  8
9
11
13
16
19
22
25
IT7
  12
15
18
21
25
30
35
40

 
 

Rauheit zylindrischer Lagersitze

Ra darf nicht zu groß sein

 

Die Rauheit
Regelmäßig oder unregelmäßig wiederkehrende Abweichung zu einem geometrisch idealen Profil.
der Lagersitze ist auf die Toleranzklasse der Lager abzustimmen. Der Mittenrauwert Ra darf nicht zu groß werden, damit der Übermaßverlust in Grenzen bleibt. Die Wellen müssen geschliffen, die Bohrungen feingedreht werden. Richtwerte in Abhängigkeit von der IT‑Qualität der Lagersitzflächen ➤ Tabelle 8.

 
   
Tabelle 8
Rauheitswerte für zylindrische Lagersitzflächen – Richtwerte
 

Nenndurchmesser
des Lagersitzes
d (D)
empfohlener Mittenrauwert
für geschliffene Lagersitze
Ramax
mm
μm
Durchmessertoleranz (IT-Qualität)
über
bis
IT7
IT6
IT5
IT4
- 80
1,6
0,8
0,4
0,2
80
500
1,6
1,6
0,8
0,4

 
 

Anschlussmaße für die Anlageflächen der Lagerringe

Die Anlageflächen für die Ringe müssen ausreichend hoch sein

 

Die Anschlussmaße von Wellen- und Gehäuseschultern, Abstandsringen usw. müssen sicherstellen, dass die Anlageflächen für die Lagerringe ausreichend hoch sind. Sie müssen jedoch auch zuverlässig verhindern, dass umlaufende Teile des Lagers feststehende Teile streifen. Bewährte Anschlussmaße für die Radien und die Durchmesser der Anlageschultern ➤ Maßtabelle. Diese Maße sind Grenzmaße (Größt- oder Kleinstmaße); sie dürfen nicht über- oder unterschritten werden.

 
 

Ein- und Ausbau

 
imageref_17757187211_All.gif   Die Ein- und Ausbaumöglichkeiten der Schrägkugellager mit thermischen, hydraulischen oder mechanischen Verfahren sind bereits bei der Gestaltung der Lagerstelle mit zu berücksichtigen.  

Lager beim Einbau nicht beschädigen

 

Bei den nicht zerlegbaren (selbsthaltenden) Schrägkugellagern müssen die Montagekräfte immer am festgepassten Lagerring angreifen.

 
 

Lager mit geteiltem Innenring

Vereinfachte Lager­montage durch den geteilten Innenring

 

Diese Schrägkugellager sind nicht selbsthaltend. Dadurch können der Außenring mit dem Kugelkranz und die zwei Innenringhälften getrennt voneinander eingebaut werden. Das vereinfacht die Montage der Lager.

 
 

Schaeffler-Montagehandbuch

Wälzlager sehr sorgfältig behandeln

 

Wälzlager sind vielfach bewährte Präzisions-Maschinenelemente zur Gestaltung wirtschaftlicher, zuverlässiger und betriebssicherer Lagerungen. Damit diese Produkte ihre Funktion einwandfrei erfüllen und die vorgesehene Gebrauchsdauer
Unter Gebrauchsdauer wird die tatsächlich erreichte Lebensdauer verstanden. Die Gebrauchsdauer kann von der errechneten Lebensdauer abweichen.
ohne Beeinträchtigung erreichen, müssen sie sorgfältig behandelt werden.

 
imageref_21602891659_de.gif   Das Schaeffler-Montagehandbuch MH 1 informiert umfassend über die sachgemäße Lagerung, Montage, Demontage und Wartung
Pflegen und Schmieren von Geräten und Maschinen.
rotatorischer Wälzlager
Einbau- oder anschlußfertiges, oft genormtes Maschinenelement zur Übertragung von Bewegungen, Kräften und Kippmomenten, bei sehr gutem Wirkungsgrad. Wälzlager bestehen aus Wälzkörpern, Käfigen, Laufbahnen auf Ringen, Schienen oder Wagen und Schmierstoff und gegebenenfalls Abdichtungen und Zubehör.
http://www.schaeffler.de/std/1B68. Daneben enthält es Angaben, die der Konstrukteur für den Ein‑ und Ausbau und die Wartung
Pflegen und Schmieren von Geräten und Maschinen.
der Lager schon bei der Gestaltung der Lagerstelle beachten muss. Das Buch liefert Schaeffler auf Anfrage.
 
 

Rechtshinweis zur Datenaktualität

 

Die Weiterentwicklung der Produkte kann auch zu technischen Änderungen an Katalogprodukten führen

 

Im Mittelpunkt des Interesses von Schaeffler stehen die Optimierung und die Weiterentwicklung seiner Produkte und die Zufriedenheit seiner Kunden. Damit Sie sich als Kunde bestmöglich über diesen Fortschritt und den aktuellen technischen Stand der Produkte informieren können, veröffentlichen wir Produktänderungen gegenüber der gedruckten Ausgabe in unserem elektronischen Produktkatalog.

 
imageref_18350433803_All.gif   Änderungen der Angaben und Darstellungen dieses Katalogs behalten wir uns daher vor. Dieser Katalog gibt den Stand bei Drucklegung wieder. Neuere Veröffentlichungen unsererseits (in Printmedien oder digital) gehen automatisch diesem Katalog vor, soweit sie dasselbe Thema betreffen. Bitte prüfen Sie daher stets über unseren elektronischen Produktkatalog, ob aktuellere Informationen oder Änderungshinweise für Ihr gewünschtes Produkt verfügbar sind.  
 

Weiterführende Informationen

 

Bei der Auslegung einer Lagerung sind neben den Angaben in diesem Kapitel auch folgende Kapitel in den technischen Grundlagen zu beachten:

 
   
   
  
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